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Riegelsberger Linke will Firmen auf Bannern werben lassen

Riegelsberg. Die Linke im Riegelsberger Gemeinderat regt ein Konzept für Werbe- und Marketingmöglichkeiten für die Riegelsberger und Walpershofer Gewerbetreibenden an. Die Linke denkt dabei zum Beispiel daran, dass die Gewerbetreibenden auf Bannern, Litfasssäulen, „City-Light-Vitrinen“ oder ähnlichen Einrichtungen an belebten Plätzen oder viel befahrenen Straßen werben können – gegen Gebühr. dg



"Wir haben alle ein Interesse daran, dass es unseren Geschäftsleuten gut geht und sollten ihnen deshalb Werbemöglichkeiten einräumen", forderte Linke-Sprecherin Birgit Huonker in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Rat und Verwaltung sahen das genau so. Bürgermeister Klaus Häusle sagte: "Das ist ein Thema, über das man diskutieren sollte." Häusle gab zu bedenken: "Bannerwerbung bedarf normalerweise einer Sondernutzungsverordnung." Damit haben die Vereine die Möglichkeit, auf besondere Veranstaltungen mit Werbebannern hinzuweisen. "Zum Beispiel, wenn der Ringerverein einen Heimkampf hat oder der Fußballverein ein Sportfest. Dann meldet er das beim Ordnungsamt an und darf Werbebanner aufhängen", erklärte Häusle.

Firmen haben diese Möglichkeit nicht. "Hinweise auf Firmen, die bei uns ansässig sind, könnte ich mir aber durchaus vorstellen. Ich werde mich dazu mal in anderen Kommunen umhören, wie die das machen", sagte Häusle. Er schlug deshalb vor, den Antrag der Linken im Finanzausschuss weiter zu diskutieren. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Auch wenn sich Hartmut Huber (FDP) einen Seitenhieb nicht verkneifen konnte: "Ich sehe es nicht für notwendig an, dass man in der Tradition der Linken versucht, ein Problem im Rahmen eines Fünfjahresplans zu regeln."