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Riegelsberg stimmt über Windkraft ab

Riegelsberg stimmt über Windkraft ab

Gut 13 000 Riegelsberger sind an diesem Sonntag aufgerufen, ihre Meinung zum Thema Windkraft generell und zum geplanten Windpark Fröhn zwischen Riegelsberg und Holz im Speziellen kundzutun. Bei der Einwohnerbefragung von 8 bis 18 Uhr sind in fünf Stimmbezirken fünf Fragen zu beantworten.Im Windpark Fröhn sollen drei oder vier Windräder aufgestellt werden.

Nach Angaben von Rudolf Krumm, Geschäftsführer der montanWIND, soll das Projekt etwa 18 Millionen Euro kosten. Bis zu 20 Prozent Bürgerbeteiligung sei möglich.

Das Thema trennt die Bevölkerung in Befürworter und Gegner. Gegner warnen vor Beeinträchtigungen durch Lärm, Schattenwurf und Infraschall. Stellen Fragen wie "Machen Windräder krank?" oder "Verliert meine Immobilie als Folge des Windparks an Wert?".

Befürworter des Projektes wie der Förderverein Energieversorgung Köllertal (FEK) meinen, solche Bedenken entkräften zu können. Zum Punkt, dass Windkraftanlagen durch Infraschall krank machen würden, betont der FEK, das Bundesimmissionsschutzgesetz schütze vor wissenschaftlich belegten Risiken. Dass jedoch die Infraschall-Frequenz von Windrädern krank mache, sei nicht wissenschaftlich belegt. Zum Lärm durch Windkraftanlagen schreibt der FEK, dass die auf Grundlage des Bundesimmissionsschutzgesetzes festgesetzte Grenze dem "Rascheln eines Laubbaums bei einer leichten Brise" entspreche. Die Ergebnisse der Einwohnerbefragung haben keinen Einfluss darauf, ob der Windpark Fröhn gebaut wird oder nicht. Das entscheidet das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz nach einem Genehmigungsverfahren.