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Riegelsberg hat wieder eine Kneipp-Anlage

Riegelsberg hat wieder eine Kneipp-Anlage

Riegelsberg. Nach mehr als einem Jahrzehnt gibt es in Riegelsberg wieder eine Kneipp-Anlage. Am Ende des Schwimmbad-Parkplatzes steht sie und besteht aus einem Wassertretbecken und einem Armbad. In einer Feierstunde wurde die Anlage am Samstag eingeweiht. "Was lange währt, wird endlich gut

Riegelsberg. Nach mehr als einem Jahrzehnt gibt es in Riegelsberg wieder eine Kneipp-Anlage. Am Ende des Schwimmbad-Parkplatzes steht sie und besteht aus einem Wassertretbecken und einem Armbad. In einer Feierstunde wurde die Anlage am Samstag eingeweiht. "Was lange währt, wird endlich gut. Oder: Viele haben mit angepackt, jetzt haben wir es geschafft", sagte Bürgermeister Klaus Häusle. Er erinnerte daran, dass die alte Anlage im Wald längst außer Betreib sei, und dass es eine lange Diskussion um den Standort sowie die Finanzierung einer neuen Anlage gegeben habe."Der jetzige Standort ist ideal", sagte Häusle und betonte die gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem Kneipp-Verein Riegelsberg: "Es ist ein Superprojekt der Partnerschaft zwischen Gemeinde und Verein." Die Gemeinde hat die Fläche hergerichtet und für den Wasserzufluss aus den vorhandenen Quellen gesorgt, der Kneipp-Verein Riegelsberg hat sich um die Anschaffung der Becken gekümmert. Eine Reihe von Personen, Institutionen und Firmen unterstützte die Anlage finanziell. So der Innenminister des Saarlandes, Stephan Toscani (CDU), die Bank 1 Saar, Saar-Toto, der Kneipp-Landesverband, die Sparkasse Saarbrücken sowie die Landtagsabgeordneten Volker Schmidt (SPD) und Bernd Wegner (CDU).

Werner Barkey, der Vorsitzende des Riegelsberger Kneipp-Vereins, sagte: "Die Anlage fügt sich sehr gut ins Umfeld mit Fußballstadion, Riegelsberghalle und Freibad ein." Außerdem wird bald ganz in der Nähe ein Mehrgenerationenspielplatz gebaut (wir berichteten). Robert Ruffing, der Vorsitzende des Kneipp-Bundes Saar, sagte: "Seit über zehn Jahren höre ich, dass man in Riegelsberg eine KneippAnlage plant und nach dem Standort sucht. Else Funk hat es in ihrer Zeit als Vorsitzende begonnen, aber man war sich in all den Jahren nicht ganz einig, wo die Anlage hinkommen soll. Ich wünsche mir nun, dass die neue Anlage rege genutzt wird."

Damit jeder auch richtig kneippt, erläutert eine Informationstafel, wie man Wassertreten und Armbäder richtig macht. Vor Ort erklärte das am Samstag auch der Gesundheitstrainer Jakob Lang: "Wassertreten ist die einfachste und natürlichste Wasseranwendung überhaupt. Oberstes Ziel ist die Abhärtung und Stärkung des Immunsystems. Aber Wassertreten wirkt auch gegen müde Beine und Schlafstörungen." Lang weiter: "Da immer Frischwasserzulauf herrscht, wird die Wassertemperatur auch im Sommer nicht über 18 Grad liegen, das sind ideale Temperaturen für das Wassertreten."

Maximal zwei Minuten

Wer die Anlage nutzen will, soll Schuhe und Strümpfe ausziehen, etwa 30 Sekunden (maximal zwei Minuten) seine Runden drehen, das Wasser dann von den Beinen abstreifen ("Nicht mit einem Handtuch abtrocken", so Lang), dann Socken und Schuhe anziehen und ein wenig spatzieren gehen. Ein Armbad soll man nicht im Anschluss ans Wassertreten nehmen. "Zwischen zwei Kneippanwendungen soll immer eine Pause von bis zu zwei Stunden liegen", sagte Lang. dg