Mit der Welt verbunden Nur keine Furcht vor der digitalen Welt

Riegelsberg · Riegelsberg hat nun ein „Virtuelles Mehrgenerationenhaus“.

  Von links: Projektleiterin Kathrin Ziegler, Bürgermeister Klaus Häusle, ein Projektteilnehmer, die Riegelsberger Seniorenbeauftragte Marie-Luise Wollbold, Minister Magnus Jung und weitere Teilnehmende.

Von links: Projektleiterin Kathrin Ziegler, Bürgermeister Klaus Häusle, ein Projektteilnehmer, die Riegelsberger Seniorenbeauftragte Marie-Luise Wollbold, Minister Magnus Jung und weitere Teilnehmende.

Foto: Fredy Dittgen

Gemeinsam mit der Landesmedienanstalt und dem MedienNetzwerk SaarLorLux hat das saarländische Sozial- und Familienministerium jetzt auch in Riegelsberg und Oberthal Virtuelle Mehrgenerationenhäuser (VMGH) eröffnet. Dazu waren die Bürgermeister der Kommunen, die Projektkoordinatoren und 20 Teilnehmer aus Riegelsberg und Oberthal in die Riegelsberger Rathausgalerie eingeladen, wo Magnus Jung – Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit – die Ernennungsurkunden an die Bürgermeister und die Tablets an die neuen Teilnehmer übergab.

In den nun 25 saarländischen VMGHs treffen sich Menschen aller Altersgruppen. Gemeinsam sollen sie die Herausforderungen der digitalen Welt meistern und so einen Dialog über alle Altersgruppen hinweg erzeugen. Am Anfang stehen Kurse zum Umgang mit dem Tablet. Danach treffen sich die Teilnehmer ein- bis zweimal im Monat im Walpershofer Mehrgenerationenhaus, zuständig dafür ist Kerstin Halladin von der ABG Riegelsberg/Heusweiler. „Sie können so am Geschehen in der ganzen Welt teilnehmen“, sagte Bürgermeister Klaus Häusle.

In Riegelsberg gibt es zehn Teilnehmer, „ich gehe davon aus, dass sich diese Zahl noch erhöht“, so Häusle. Projektleiterin Kathrin Ziegler sagte, dass sich für die 20 freien Tablets in den neuen VMGHs 46 Interessenten zwischen 30 und 80 Jahren beworben hätten. Das zeige eine große Nachfrage nach den Angeboten vor Ort. Für jede Kommune gab es zehn Tabletts, es können aber weitere Personen mitmachen, die eigene Geräte mitbringen. Die überreichten Tablets dürfen die Teilnehmer bei regelmäßiger Teilnahme an den Treffen behalten.

„Die Gründe, weshalb dieses Projekt seit 2016 von unserem Ministerium gefördert wird, haben damit zu tun, dass es ein soziales Anliegen ist, soziale Teilhabe im Land auch in Zukunft zu organisieren“, sagte Magnus Jung. Soziale Teilhabe habe sich früher, „in der analogen Welt“, im direkten Kontakt und persönlichen Gesprächen vollzogen, so Jung. Aber Kommunikation und sozialer Austausch finde jetzt zunehmend im virtuellen Raum statt, und dafür bräuchten die Menschen Kompetenzen, die für die Digitalisierung notwendig sind. Digitale Kompetenz wird in den Kursen in den VMGHs vermittelt. Alle, die an den Kursen teilnehmen, seien Botschafter in die Stadt- und Ortsteile hinein, um zu vermitteln, dass man keine Angst haben müsse. Man könne auch noch mit 80 und älter den technischen Umgang mit den Geräten lernen und die Möglichkeiten nutzen, welche die digitale Welt biete, sagte Magnus Jung.

VMGHs gibt es unter anderem in Völklingen, Heusweiler und Riegelsberg. Püttlingen eröffnete 2016 ebenfalls ein VMGH, schied dann aber wieder aus dem Projekt aus.

Kontakte: Projektbüro MedienNetzwerkSaarLorLux, Tel. (06 81) 3 89 88 10, E-Mail: vmgh@onlinerland-saar.de; Riegelsberg: ABG (Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft der Gemeinden Heusweiler und Riegelsberg), Tel. (0 68 06) 95 21 50; Heusweiler: Gemeindeverwaltung, Tel. (0 68 06) 91 11 17.