Projekt soll den Stumpen stärken

Riegelsberg · Der Riegelsberger Gemeinderat hat den Bebauungsplan für das Altenhilfezentrum am Stumpen einstimmig verabschiedet. Wie Bürgermeister Klaus Häusle erklärte, will man versuchen, „2014 baulich alles über die Bühne zu bekommen“.

Am Stumpen, auf der Vorfläche des Kindergartens St. Elisabeth, soll ein Altenhilfezentrum gebaut werden (wir berichteten). Im Oktober 2012 wurde das Projekt erstmals im Gemeinderat vorgestellt. Jetzt wurde der Bebauungsplan einstimmig verabschiedet. Investor ist die Saarbrücker Bauträgergesellschaft Casaplan Seeliger GmbH.

Dreigeschossiges Gebäude

Den Bebauungsplan hat das Saarbrücken Büro Argus Concept entworfen. Er sieht den Bau eines dreigeschossigen Gebäudes "in ansprechender Architektur" vor. Das Gebäude ist 13,50 Meter hoch und hat einen Grundriss von 0,8 Hektar. Das dazugehörige Freigelände wird gärtnerisch neu gestaltet, und es werden Parkplätze angelegt. Allerdings nicht zwischen Altenhilfezentrum und Kindergarten St. Elisabeth. Die bestehende Zufahrt zum Kindergarten bleibt. Zusätzlich werden zwei neue Einfahrts- und Ausfahrtsbereiche für das Altenhilfezentrum angelegt.

Gedacht ist an ein mehrstufiges Versorgungsprojekt, wo gesunde, aber auch pflegebedürftige Menschen im Alter einen Platz finden können. Das Pflegekonzept soll weg gehen von den üblichen Pflegeheimen, wo bis zu vier Menschen in einem Zimmer untergebracht sind, hin zum Konzept einer Wohngemeinschaft. In dem Haus sollen bis zu 120 Menschen sowie Pflegepersonal und Physiotherapeuten untergebracht werden. Betreiber des Altenhilfezentrums wird die Arbeiterwohlfahrt sein.

Die Gemeinde Riegelsberg möchte mit dem Bau dieser neuen Einrichtung auf die demografische Entwicklung vorbereitet sein. Bekanntlich wird der Anteil älterer Menschen immer größer. Gleichzeitig ändern sich traditionelle Familienstrukturen: Wurden ältere Menschen früher von Kindern oder Enkeln im Mehrgenerationenhaus betreut, so sind sie heute überwiegend auf die Betreuung, Hilfe und Pflege von außen angewiesen. Diese Entwicklungen führen dazu, dass es immer mehr alte und alleinstehende Menschen ohne versorgende Angehörige gibt.

"Dieses Projekt ist für Riegelsberg von enormer Bedeutung. Es schließt die Lücke, die nach dem Abriss der Kirche St. Elisabeth entstanden ist, es bedient den Bedarf an Pflegeplätzen in Riegelsberg und Umgebung, und es macht den Stumpen als Unterzentrum zukunftssicher", sagte Bürgermeister Klaus Häusle (SPD). Volker Christmann (CDU) betonte: "Das Projekt wird in sehr guter Weise den Stumpen stärken und bereichern."

Und Ingbert Horn (SPD) meinte: "Das Konzept hat uns von Anfang an sehr gut gefallen. Erfreulich ist auch, dass der Plan vorsieht, zusätzliche Parkplätze auf dem Stumpen zu schaffen." Wie Bürgermeister Häusle erklärte, will man versuchen "2014 baulich alles über die Bühne zu bekommen".

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