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1. FC Riegelsberg trifft jetzt auf Bundesligist SC Sand: Per Traumtor in die nächste Runde

1. FC Riegelsberg trifft jetzt auf Bundesligist SC Sand : Per Traumtor in die nächste Runde

Der 1. FC Riegelsberg besiegt im DFB-Pokal den SV Walbeck mit 1:0 und trifft nun auf den Bundesligisten SC Sand.

() Zwei Minuten sind noch zu spielen. Die Gäste vom SV Walbeck aus der Niederrhein-Liga stehen fast nur noch hinten drin. Doch sie bekommen bei den Versuchen des Fußball-Regionalligisten 1. FC Riegelsberg bislang jedes Mal ein Körperteil dazwischen. Viele der etwa 150 Zuschauer haben sich mit einer Verlängerung arrangiert, da geht beim FC mal was über außen. Der Ball gelangt zu Janina Wunn, die auf rechts viel Platz hat. Sie flankt auf den langen Pfosten. Dort ist Melanie Klein in Position gelaufen. Die 35-Jährige drückt sich kraftvoll vom Rasen ab – und jagt den Ball per Seitfallzieher unhaltbar für Walbecks Torfrau Viola Koblenz zum 1:0 ins linke Eck. Ein Traumtor in der 88. Minute.

Der Jubel bei den Gastgeberinnen ist kaum verhallt, da haben viele erneut den Torschrei auf den Lippen. Doch die eingewechselte Laura Bogatekin vergibt nach Kopfball-Vorlage von Katrin Theis aus kurzer Distanz. Trainerin Sabine Stürmer muss am Seitenrand weiter zittern. Doch kurz darauf ist der erste Pflichtspiel-Sieg der neuen FC-Trainerin perfekt. Um 18.50 Uhr fallen sich ihre Spielerinnen am vergangenen Samstag beim Abpfiff jubelnd in die Arme. Wie in der vergangenen Saison zieht der 1. FC Riegelsberg in Runde zwei des DFB-Pokals ein.

„Wir hatten mehr Spielanteile und die bessere Spielanlage. Wir haben verdient gewonnen“, sagt Stürmer, deren Debüt mit einer 2:5-Heimniederlage gegen den FC Speyer zum Start der Regionalliga-Saison missglückt war (wir berichteten). Umso ausgelassener ging es am Samstagabend zu: „So sehen Sieger aus“, gab Teammanager Josef Galliano den ersten Takt vor. Seinen Spielerinnen war die Freude anzusehen. Doch nach dem im wahrsten Sinne heißen Tanz bei heißen Temperaturen fiel ihnen das Feiern nicht leicht. „Das Wetter hat uns zu schaffen gemacht, aber wir haben zusammengehalten“, sagte Mittelfeldspielerin Carina Enoch. Und Stürmer ergänzte: „Wir sind ja Kunstrasen gewohnt. Auf Rasen kostet es dann nochmal mehr Kraft.“

Neben Kraft waren im Spiel gegen Walbeck Geduld und Nervenstärke gefragt: Die Gäste aus Westfalen setzten immer wieder Nadelstiche und hätten nach 60 Minuten fast das erste Tor erzielt, als Stürmerin Lena Jansen rechts enteilte und in die Mitte passte, wo Anja Juntermanns aus kurzer Distanz aber verstolperte. Glück für den FC und Torfrau Lena Hensel, die trotz ihrer Rot-Sperre in der Liga im DFB-Pokal ran durfte.

Der 1. FC Riegelsberg hatte seine besten Szenen vor der Pause, als Klein nach einer Flanke von Sophie Quatrana schon mal für ihren späteren Geniestreich übte, eine akrobatische Direktabnahme jedoch etwas zu hoch ansetzte (23. Minute). Später scheiterte Theis aus spitzem Winkel an Walbecks Torfrau Koblenz (37.). Das war es an Hochkarätern. Apropos: Im Anschluss hofften sie beim Regionalligisten 1. FC Riegelsberg auf ein ähnliches Traumlos wie in der vergangenen Saison. „Im Vorjahr hatten wir ja den FC Bayern München, das war der Knaller. Aber der VfL Wolfsburg wäre auch mal schön“, wünschte sich Klein den Double-Gewinner und ehemaligen Champions-League-Sieger. Geworden ist es bei der Auslosung der Bundesligist SC Sand. Gespielt wird am 7. oder 8. Oktober.