| 20:24 Uhr

Kritik an Projekt in Walpershofen
Naturschutzbeauftragterlegt Jahresbericht vor

Walpershofen. Der Naturschutzbeauftragte hat in der letzten Ortsratssitzung des Jahres seinen Arbeitsbericht vorgetragen. Alban Alt hob zwei Vorgänge in Walpershofen heraus: so einen Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet Dörschbachtal, wo ein ansässiges Unternehmen eine Halle bauen will (die Saarbrücker Zeitung berichtete). „Diese jetzt schon praktizierte gewerbliche Nutzung erfüllt den Tatbestand eines Umweltdeliktes. Es liegt ein klarer Verstoß gegen das Saarländische Naturschutzgesetz vor“, meinte Alt.

Im zweiten Punkt ging es um das Projekt „Dem Saarland blüht was“, eine Aktion des Umweltministeriums. Hierzu hatte sich der Kleintierzuchtverein Walpershofen bereiterklärt, eine Fläche auf seinem Vereinsgelände zur Verfügung zu stellen und in eine Blumenwiese mit einem Wildbienenlehrpfad umwandeln zu lassen. Das Umweltamt der Gemeinde Riegelsberg habe diesen Vorschlag abgelehnt und stattdessen einen Alternativstandort vorgeschlagen, der, so Alt, jedoch ungeeignet sei und auch nicht mit Umwelt- und Bienenexperten abgesprochen wurde. Insofern sei das Projekt nun gescheitert. „Insbesondere der Wildbienenlehrpfad hätte die geplante Kleintieroase aufgewertet“, sagte Alt. Neben dem Bienenlehrpfad in Köllerbach und dem Insektenhotel hätte Walpershofen auch einen Beitrag zur Förderung der Natur leisten können, fügte Alt hinzu.



(dg)