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Nagelneuer Kunstrasen schon beschädigt

Nagelneuer Kunstrasen schon beschädigt

Vor sechs Wochen gab die Gemeinde Riegelsberg den neu angelegten Kunstrasen-Sportplatz für den Sportbetrieb frei. Nur fünf Wochen später hatte das fast noch jungfräuliche künstliche Grün schon ziemlich dicke schwarze Löcher.



Es waren jedoch nicht die Fußballer, die dem Untergrund mit ihrem Stollen bestückten Schuhwerk zusetzten, sondern mit ziemlicher Sicherheit Feuerwerkskörper, die entweder an diesen Stellen niedergingen und verglühten oder auch, wie von Vorstandsmitgliedern des 1. FC Riegelsberg vermutet, an Ort und Stelle gezündet wurden.

Am Neujahrstag entdeckte Platzwart Patrick Jochum den Schaden, der tags zuvor noch nicht vorhanden war. Laut dem 2. Vorsitzenden Finanzen, Diether Krämer, liege die Vermutung nahe, dass Personen über die zwei Meter hohe Umzäunung gestiegen seien und auf dem Platz Feuerwerkskörper gezündet hätten. Rolf Baer vom Bauamt der Gemeinde hält dies für unwahrscheinlich. Er meint, dass Sylvester-Raketen vom benachbarten Parkplatz des Freibades auf den Kunstrasen geflogen seien oder Böller absichtlich durch den Zaun geworfen wurden.

Dass der Zaun nicht unüberwindlich ist, konnte ein SZ-Mitarbeiter am Samstag beobachten, als Jogger zum Runden-Drehen und Kinder zum Spielen über den Zaun gestiegen waren.

Doch was auch immer die Ursache für die Brandlöcher sein mag, harte Tatsache ist jedenfalls, dass die Gemeinde für den Schaden aufkommen muss, den Baer auf rund 1500 Euro schätzt. "Wir werden etwa 20 Quadratmeter der Kunstrasenfläche austauschen müssen. Wir haben Anzeige erstattet", so der Verwaltungsmann.