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Musikalischer Advent zog in den Bann - in Riegelsberg

Drei Chöre vereint im Konzert : Musikalischer Advent zieht in den Bann

Drei Chöre, extra unter dem Namen „Chorklang“ zusammengefasst, sorgen vereint mit Solisten für ein wunderschönes Konzert.

„Blume der Heiligen Nacht“ – der musikalische Advent zieht viele Zuhörer in ihren Bann. Ort des Geschehens ist die evangelische Pfarrkirche Güchenbach am dritten Advent: Die Kirche ist voll, schon bevor das Konzert beginnt. „Die Herzen weit machen“, lautet die Devise. Das gelingt den drei unter dem Namen „Chorklang“ vereinigten Chören und den Solisten schon gleich zu Anfang mit einem imponierenden Einzug in die Kirche. Verhalten zunächst, wie aus der Ferne, hören wir „Donna nobis pacem – Gib uns Frieden!“ Immer intensiver wirkt das Gebet, bis schließlich alle Ausführenden im Chorraum versammelt sind. Kurze Ansagen, dann wird gesungen und musiziert.

Schöne Stimmen, bewegende Klänge der Instrumente, ein stimmungsvolles Konzert gelingt, sorgsam leitet Volker Barthold den Chor. In die vielen kräftigen Männerstimmen hinein weben die Frauen im Vordergrund farbige Fäden in den Klangteppich. Gerade die Sopranstimmen glänzen, während Alt, Mezzo und die erwähnten Männer, dank prägnanter Akzentuierung und vorbildlicher Textverständlichkeit,  zum rund wirkenden „Chorklang“ beitragen – hier wird der Name des Ensembles zum Programm.

„Schön, dass wir in den heutigen Zeiten noch einen so starken und klangsicheren Chor in unserer Pfarrkirche erleben durften“, urteilt Besucher Heinz Broschart. Besonders gelingen die ehrwürdig andachtsvollen Weisen wie „Es kommt ein Schiff geladen“, „Es ist ein Ros entsprungen“, „Leise rieselt der Schnee“, aber das ist Geschmackssache. Denn auch modernere Versionen wie „Winter Wonderland“ im Boogiestil haben ihren eigenen Reiz, man sieht es an den mitwippenden Füßen der Banknachbarn.

Eine ganz besondere Begabung offenbart, wieder einmal, Armin Scheier. Der ist nicht nur Vorsitzender von „Chorklang“, sondern auch verantwortlich für mehr als beeindruckende Gesangssoli. Hier ist die „Christrose“ aus der Feder von Robert Stolz zu nennen, mehr aber noch Scheiers Version der berühmten „Abendglocken“ aus dem russisch-orthodoxen Liedgut.

Außerordentlich, wie dem Mann der Sprung über die Oktaven vom tiefschwarzen Bass in höchste Gesangslagen gelingt – das ist Hörgenuss pur! Bereichert durch schön einstudierte musikalische Beiträge am Flügel, an Violine und Klarinette.

Fazit: Ein gelungener Einstieg in die „heiße Phase der Vorweihnachtszeit“ mit einer kleinen Irritation beim Finale: „Wieso haben bei diesem Ausklang die schönen Frauenstimmen nicht mitgewirkt?“, fragte sich der eine oder andere Zuhörer vor der Kirchentür. Ansonsten prasselnder Spontan-Applaus plus übereinstimmende Meinungen: Alle beteiligten haben ein wunderschönes vorweihnachtliches Konzert gegeben.