Modellfliegen macht Martin Meyer Laune

Modellfliegen macht Martin Meyer Laune

Riegelsberg. "Was ich so interessant daran finde, Modellflieger zu bauen? Einfach alles. Alles fängt bei der Planung des Modells an, dann muss man aus Holzstücken die passenden Teile schneiden und ausarbeiten und schließlich zusammenbauen", erzählt Martin Meyer, 1. Vorsitzender der Jugendfluggruppe Ikarus Riegelsberg, als wir ihn nach seinem Hobby fragen

Riegelsberg. "Was ich so interessant daran finde, Modellflieger zu bauen? Einfach alles. Alles fängt bei der Planung des Modells an, dann muss man aus Holzstücken die passenden Teile schneiden und ausarbeiten und schließlich zusammenbauen", erzählt Martin Meyer, 1. Vorsitzender der Jugendfluggruppe Ikarus Riegelsberg, als wir ihn nach seinem Hobby fragen. "Schließlich folgt der spannendste Teil der Arbeit: Das Einfliegen. Da zeigt sich, ob wirklich alles richtig geplant und zusammengebaut wurde", fügt Meyer hinzu. Natürlich mache ihm auch das Fliegen Spaß, doch mit der Zeit werde das etwas langweilig - und ein neues Modell müsse her.Die Jugendfluggruppe Ikarus hat es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendlichen das Bauen und Fliegen von Modellfliegern mit oder ohne Motor beizubringen. Es können entweder Modellbausätze genutzt werden, oder man nimmt einen Plan und schneidet sich seine Teile selbst zurecht. Das Anspruchvollste ist jedoch, sich seinen Plan selbst anzufertigen. Martin Meyer ist nun schon seit über 20 Jahren im Verein: "Zuerst war ich, dank meines Vaters, bis zu meinem 15. Lebensjahr im Verein. Später musste ich leider austreten, weil das Hobby eine Menge Zeit beansprucht. Nun bin ich wieder seit elf Jahren mit dabei."

Der Verein wurde 1974 gegründet, außer den Verstorbenen sind noch alle Gründungsmitglieder dabei. Früher spezialisierte sich die Fluggruppe auf Freiflugmodelle, also Modelle ohne Fernsteuerung. Seit letztem Jahr machte der Verein eine Wandlung durch und beschäftigt sich nun verstärkt mit ferngesteuerten motorisierten und unmotorisierten Flugmodellen. "Mein größtes Modell ist ein so genannter Zwecksegler. Der hat eine Spannweite von 3,40 Metern und wiegt zwei Kilogramm. Eines unserer kleinen Modelle kann bei 800 Gramm über 200 km/h fliegen", berichtet der 40-Jährige.

Ein ferngesteuerter Segler wird nicht mit einem Motor und Propeller betrieben, sondern von Hand beschleunigt. Ein solch großes Modell wie das von Meyer wird entweder von zwei Erwachsenen in die Luft gezogen oder mit Hilfe einer Winde und eines Gaspedals.

Hin und wieder kann es auch einmal vorkommen, dass ein Flieger nicht macht, was sein Besitzer will. So ging es Martin Meyer vor einiger Zeit: "In meinen Kindertagen habe ich etwas sehr Interessantes erlebt. Mir ist ein kleiner Wurfgleiter, den ich in Riegelsberg geworfen habe, weggeflogen. Ich dachte schon, er wäre für immer verloren. Doch Gott sei dank habe ich meinen Namen und meine Anschrift auf den Flieger geschrieben. Drei Tage später klingelte das Telefon. Man hatte ihn in Hülzweiler gefunden", sagt der hauptberufliche Ingenieur.

Er fliegt nicht nur im Verein und privat mit seinen Modellen, er nennt sich selbst vor allem Wettbewerbspilot. So nimmt er gemeinsam mit Vereinskollegen dieses Jahr an vielen Wettkämpfen teil, außerdem organisiert die Jugendfluggruppe Ikarus auch selbst Flugwettbewerbe. Höhepunkt im August ist der Ikarus-Cup in Ilbesheim, der zum einen zur Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft zählt und zu dem sich Piloten angemeldet haben, die am Gesamtweltcup teilnehmen.

Martin Meyer ist begeisterter Modellflieger.

Der Verein hat Plätze für Jugendliche frei und würde sich sehr über neue Mitglieder freuen. Meyer: "Da bei dieser Beschäftigung nicht nur handwerkliches Geschick von Nöten ist, sondern die Mitglieder auch Verständnis und vor allem Aufmerksamkeit mitbringen müssen, ist das eher ein Hobby für Jugendliche ab zwölf oder 13 Jahren. Für alle, auf die das zutrifft, ist das ganz sicher eine Freizeitgestaltung, die sehr viel Spaß macht." bub