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Mit kritischen Anmerkungen ins neue Jahr

Mit kritischen Anmerkungen ins neue Jahr

Lokal- und große Politik boten die Themen für den Neujahrsempfang der Riegelsberger Linken-Fraktion. Dabei wurde auf Erreichtes zurückgeblickt und natürlich gab es Kritik am politischen Gegner. Zudem wurde die Arbeit von Flüchtlingshelfern gewürdigt.

Zum ersten Mal hatte in Riegelsberg die Fraktion Die Linke zum Neujahrsempfang eingeladen. Etwa 60 Bürgerinnen und Bürger, Vereinsvertreter und Parteimitglieder füllten die mit roten Luftballons geschmückte Rathaus-Galerie.

Ihrem Anspruch, vieles anders zu machen als die anderen, wurde die Fraktionssprecherin und Landtagsabgeordnete Birgit Huonker gleich zu Beginn des Abends gerecht: Entgegen gängiger Gepflogenheiten begrüßte sie zuerst die vielen Ehrenamtler, die ihrer Einladung gefolgt waren, erst dann den Bundestagsabgeordneten der Linken, Thomas Lutze, und die Landesvorsitzende Astrid Schramm .

Mit Witz und Charme blickte Birgt Huonker auf das zurückliegende Jahr, in dem Die Linke in Riegelsberg unbequem gewesen sei, Projekte kritisch hinterfragt habe, auf Defizite hingewiesen und Alternativen vorgeschlagen habe. Sie nannte hier insbesondere das neue Konzept für den Umbau der Leonardo-Da-Vinci-Schule, den Internet-Breitband-Ausbau, das Spielplatzkonzept und die neue Beleuchtung am Kreisel Bauer. - Projekte, die durch konstruktive Vorschläge der Linken neu überdacht worden seien und nun umgesetzt würden.

Nicht gehört habe man dagegen die Linke in Bezug auf den geplanten Bau einer weiteren - dann sechsten - Gedenkstätte für gefallene Soldaten des Zweiten Weltkrieges ("es gibt wichtigere Themen") und in Bezug auf die Erhöhung der Grundsteuer B, "die wir ablehnen", so Huonker. Die falle mit Blick auf die Steuerflüchtlinge unter das Sprichwort: "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen."

Damit war die Landtagsabgeordnete bei der "großen Politik" gelandet, bei der es viele Fehlentwicklungen gebe, die sie vehement anprangerte: die ungleiche Verteilung der Einkommen, verbesserungsbedürftige Steuerpolitik, Waffenexporte an Diktaturen, Handelsabkommen zu Lasten der Dritten Welt. Die beiden letztgenannten Punkte seien unter anderem mitverantwortlich für die hohen Flüchtlingszahlen.

Um die Integration der Flüchtlinge und ein friedliches Miteinander zu gewährleisten, setzt die Linke auf eine Steuerung der Zuwanderung und Kontingente.

Besonderen Dank zollte Huonker allen ehrenamtlichen Helfern und Paten, der ABG und ihrer Kollegin Jutta Christmann von der CDU , die mit ihr im Flüchtlingsnetzwerk die rund 170 Flüchtlinge in Riegelsberg betreuen. Als besondere Wertschätzung für deren Engagement überreichte Huonker fünf Mitarbeitern der ABG Reisegutscheine für eine Fahrt nach Berlin.

Mit bekannten Schlagern, die er mit eigenen humorvollen Texten aufgepeppt hatte, leitete Parteikollege Klaus Janke am Keyboard zum gemütlichen Teil des Abends über.