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Meister der mechanischen Technik

Die Handwerkskammer zeichnete Edgar Lackes mit dem Goldenen Meisterbrief aus.
Die Handwerkskammer zeichnete Edgar Lackes mit dem Goldenen Meisterbrief aus. FOTO: Bub
Riegelsberg. Nach seiner Ausbildung zum Fernmeldelehrling erwarb Edgar Lackes vor 50 Jahren den Meisterbrief in Elektromechanik. Dafür wurde er nun von der Handwerkskammer des Saarlandes ausgezeichnet. Frank Bredel,Paula Bleschke (beide SZ)

Die Lehre in der Industrie, der Meister im Handwerk - das ist bei Edgar Lackes aus Riegelsberg nun bereits 50 Jahre her, so dass er in diesem Jahr mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet wurde. "Angefangen habe ich 1951 als Fernmeldelehrling bei den Saarbergwerken", erzählt Edgar Lackes. "Technik hat mich schon immer interessiert, also war die Richtung schon klar. Zu den Saarbergwerken kam ich, da damals viele meiner Verwandten im Bergbau tätig waren", ergänzt der nun 79-Jährige.



Nach einem Jahr in der Lehrwerkstatt in Fenne verbrachte der Elektromechanikermeister den Rest der Ausbildung in Saarbrücken und schloss diese 1955 ab. "Der Beruf des Fernmeldetechnikers war in der Industrie eher selten vertreten, deshalb war ich in meinen Lehrjahren auch der Einzige", erklärt Lackes. Und: "Nach der Ausbildung habe ich zunächst gearbeitet und habe dann parallel meinen Meister in Elektromechanik an der Handwerkskammer gemacht." Im Gegensatz zu vielen Handwerks-Meistern machte sich der Riegelsberger nicht selbstständig, sondern blieb nach dem Abschluss im Jahr 1966 bei den Saarbergwerken angestellt. "Als Betriebsmeister in der Betriebsaufsicht der Fernsprechtechnik war es unter anderem meine Aufgabe, die 15 Telefonzentralen zu überwachen und zu warten", sagt der Rentner, "früher lief die Technik noch komplett mechanisch, da hatte man schon einiges zu tun", fügt Lackes hinzu.

Während seiner Anstellung nahm der 79-Jährige an mehreren Lehrgängen zum Beispiel bei der Firma Siemens in München teil und war außerdem 20 Jahre ehrenamtliches Mitglied im Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer. "Am Ende hatte ich als Betriebsmeister etwa 30 Angestellte unter mir und konnte somit auch einen würdigen Nachfolger für meine Stelle finden", erzählt Edgar Lackes. Der gefundene Nachfolger ermöglichte dem Elektromechanikermeister bereits 1992 in Rente zu gehen, so dass Edgar Lackes Zeit für seine Hobbys hatte.

"Neben meiner Leidenschaft zur Aquaristik habe ich auch Ahnenforschung betrieben und konnte bis jetzt meinen Stammbaum bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen", erklärt der 79-Jährige. Auch der eigene Garten benötigt mit Nutz- und Zierpflanzen viel Pflege. Neben zwei selbst gebauten Gartenhäusern findet man dort auch Vogelhäuser, die der Rentner in seiner Freizeit gern entwirft und bastelt.

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