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Marktplatzsanierung ist „überfällig“

Riegelsberg. Mit falschen Behauptungen und aus der Luft gegriffenen Vermutungen werde der Umbau des Marktplatzes madig gemacht, ärgert sich Riegelsbergs Bürgermeister Klaus Häusle. Und stellt seine Zahlen dagegen. Marco Reuther

Die notwendige und finanzierbare Umgestaltung des Marktplatzes stehe Riegelsberg gut zu Gesicht, so Bürgermeister Klaus Häusle (SPD ). Kritiker des Projektes würden in bestimmten Punkten "zum wiederholten Mal mit nachweislich falschen Behauptungen und Konstruktion abwegiger Zusammenhänge" herstellen.

Die Kosten betragen für Riegelsberg 650 000 Euro, die Zuschüsse von Bund und Land 1,3 Millionen Euro. "Würde Riegelsberg auf das Projekt und damit auf die Zuschüsse verzichten", so Häusle, "würden die Mittel an andere Gemeinden gehen und dort verbaut." Der Platz sei auch nicht "erst vor wenigen Jahren" neu gestaltet worden, sondern er entstand in den 1960er Jahren, die nicht barrierefreie Treppe 1988.

Falsch sei auch die Behauptung, die weiteren Bauabschnitte , der Rathausvorplatz und die gegenüberliegende östliche Seite der Saarbrücker Straße würden zwei Millionen Euro kosten. Tatsächlich seien 920 000 Euro für den Vorplatz und 300 000 für die gegenüberliegende Straßenseite veranschlagt.

Gerne würde Häusle wissen, wer gesagt habe, für diese Bauabschnitte gebe es keine Zuschüsse mehr, "das zuständige Ministerium jedenfalls nicht". Ohne Zuschüsse würden die Projekte nicht gebaut werden. Es stimme auch nicht, dass es an anderen Stellen "Sanierungsstau" in Riegelsberg gebe: Schulen, Kitas, Sportanlagen, Freibad, Spielplätze, Hallen und auch Straßen seien in gutem Zustand. Auch gebe es keinen Zusammenhang mit der Diskussion um höhere Grundsteuern, diese gehe vielmehr auf eine Empfehlung des saarländischen Städte- und Gemeindetages zurück (eine Anhebung auf Landesdurchschnitt würde Riegelsberger Hausbesitzer 10 bis 30 Euro pro Jahr kosten).

Häusle: "Richtig ist, dass der Marktplatz in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäß ist. Daher soll er aufgewertet und attraktiver werden", was auch die Gewerbe treibenden stärke.

Für ihn verfestige sich der Eindruck, "dass die Hauptakteure der Marktplatzgegner ganz andere Ziele verfolgen. Die zahlreichen Angebote zur Mitarbeit während der langen Planungsphase haben sie nicht genutzt. Wider besseren Wissens gehen sie mit falschen Argumenten immer wieder gegen den Marktplatz vor, zum Schaden des Projekts und zum Schaden der Gemeinde. Das bedauere ich sehr."

Die Sanierung des Platzes, so Häusle abschließend, sei "kein Luxus, sondern notwendig und sogar überfällig".