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Sprüche
Lustige Seite der Kommunalpolitik

Köllertal. Gesagt ist gesagt: Sprüche und Versprecher im Köllertal 2017. – Teil 1.

Kommunalpolitik kann, je nach Thema, durchaus auch mal  trocken und langweilig sein. – Wenn da nicht unsere Kommunalpolitiker wären, die für ein wenig Auflockerung sorgen. Wir haben auch in diesem Jahr wieder eine Auswahl der lustigsten Ideen, Sprüche und Versprecher zusammengestellt.


Der Walpershofer Ortsrat debattierte am 15. Februar darüber, was man bei der 725-Jahr-Feier des Dorfes alles machen könnte. Wolfgang Heß (SPD) schlug vor: „Ein Schnitzel kostet dann 7,25 Euro.“ Ralph Schmidt (CDU) wollte da nicht nachstehen: „Und der Kleintierzuchtverein könnte 725 Hähnchenschlegel braten. Dann hätten wir die längste Hähnchentheke der Welt.“



Die Beigeordnete Monika Rommel (SPD) wollte in der Riegelsberger Gemeinderatssitzung am 20. Februar wissen, warum über dem Pfaffenkopf „ein feststehender Ballon“ schwebte. Werner Hund (CDU) vermutete, dass der Ballon im Hinblick auf den geplanten Windpark die Luftbewegungen misst. Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) witzelte: „Waren Sie der Ballonfahrer?“

Im Heusweiler Ortsrat wurde am 29. März über das wilde Parken auf dem Fahrradstreifen in der Straße Jungs Wies gesprochen: Alfred Michaelis (SPD) schlug vor: „Wir könnten ja eine wechselseitige Parkregelung einführen. An einem Tag darf auf der linken Seite geparkt werden, am anderen Tag auf der rechten. Dann können die Fahrradfahrer montags rechts die Straße runterfahren und dürfen am nächsten Tag links wieder rauf.“

 

Der Gemeinderat Riegelsberg diskutierte am 29. Mai wieder einmal über die seit 40 Jahren gewünschte Südumgehung. Der 55-jährige Dr. Volker Christmann (CDU) seufzte resigniert: „Selbst wenn morgen irgendjemand in der Landesregierung aufsteht und sagt, 2020 geht es los, dann wäre ich bestimmt schon 75, ehe das erste Auto über die Südumgehung fährt.“

 

In der Sitzung des Riegelsberger Gemeinderates am 19. Juni wies Patricia Dillinger (Linke) – sehr zum Ärger der anderen Fraktionen – darauf hin, ihre Fraktion sei der Vorreiter in der Frage Kindergartenplätze gewesen. „Wir waren schon immer der Meinung, dass es zu wenig Plätze gibt und haben uns deshalb als erste für die Weiterführung des Kindergartens Buchschachen eingesetzt.“ Sofort betonten SPD und CDU, dass diese Aussage falsch sei. Sie seien die Ersten in Sachen Buchschachen gewesen. Aber auch die Grünen beanspruchten dieses Recht für sich. Bürgermeister Klaus Häusle brachte das Gezerre zu einem Ende: „Wir werden einen Vaterschaftstest machen.“

 

In der Heusweiler Gemeinderatssitzung am 29. Juni wollte die SPD eigentlich beantragen, dass nicht nur Wahlplakate in der Größe DIN-A1 sondern auch in A0 innerhalb der Gemeinde aufgehängt werden dürfen. Hans-Kurt Hill (Linke) wollte wissen: „Es muss mir mal einer sagen, wie man bei sieben Parteien alle Plakate in A0 auf eine Tafel bringen will.“ Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) hatte eine Antwort darauf: „Dann kommen die weniger Wichtigen auf die Rückseite.“ Daraufhin  zog die SPD ihren Antrag zurück.

 

Der Kutzhofer Ortsvorsteher Michael Jakob (CDU) begrüßt in jeder Ortsratssitzung immer alle Gäste mit Namen. So auch das Heusweiler Gemeinderatsmitglied Claudia Trappmann (SPD) in der Sitzung am 10. Juli. Allerdings schien Jakob diesmal eine Zukunftsvision zu haben: „Ich begrüße Frau Claudia Trappmann vom Gemeinderat Kutzhof.“

(dg)