Linke setzen auf Rat von Experten

Beim Erstellen eines Spielplatzkonzeptes wollen die Riegelsberger Linken Fachleute einbinden. Damit meinen sie aber nicht Vertreter eines Spielgeräte-Herstellers, sondern pädagogisch versierte Fachkräfte, wie sie betonen.

Im Riegelsberger Ortsrat gab es jüngst Streit zum Thema Spielplätze. Die Linke stellte den Antrag, ein Konzept dazu vorzustellen. Dieses hätten sie auf Bitten der CDU erarbeitet. Ortsvorsteher Heiko Walter (CDU ) erwiderte, die CDU habe die Linke nicht darum gebeten. Den Antrag der Linken lehnten CDU und SPD ab (die SZ berichtete).

Nun melden sich die beiden Vertreter der Linken im Ortsrat zu Wort. Im Herbst 2012 habe Die Linke im Zuge der Haushaltsberatungen zum ersten Mal beantragt, ein Spielplatzkonzept für Riegelsberg zu erstellen, sagt Patricia Dillinger, die Fraktionsvorsitzende. "Dies wurde zwar abgelehnt, aber schon damals erläuterten wir, dass wir ein modernes Konzept mit Unterstützung von Fachleuten benötigen, bevor man an eine Umsetzung gehen kann." Und natürlich sollten auch Kinder und Jugendliche, Eltern, Vereine und Anwohner in die Planung und Umsetzung in einem Zeitrahmen von etwa fünf Jahren einbezogen werden. Dillinger: "Während der Haushaltsberatungen im Dezember 2015 für das Jahr 2016 wurde nun endlich unser Vorschlag im Gemeinderat unterstützt und einem Spielplatzkonzept für Riegelsberg in Höhe von 10 000 Euro zugestimmt." Ihr Kollege Klaus Janke ergänzt: "Im Ortsrat Riegelsberg wurde der Vorschlag der Linken aufgegriffen und eine Spielplatz-Kommission gegründet, die zwischenzeitlich eine Bestandsaufnahme gemacht hat. Sie ersetzt aber keine Fachleute. Ziel der Linken war es, mit einer durchdachten Konzeption jeden Spielplatz fachlich auf den Prüfstand zu stellen."

Die Linken weiter: "In der Ortsratssitzung vom Juni 2016 waren wir nach wie vor der Meinung, dass unter Hinzuziehung von Experten und Bevölkerung ein zeitgemäßes Spielplatzkonzept zu erstellen sei. Seitens der CDU wurden wir darum gebeten, mitzuteilen, wie wir uns die Erstellung des Spielplatzkonzeptes unter Einbeziehung von Experten vorstellen und sollten die ungefähren Kosten dafür ermitteln. Dies wurde im amtlichen Protokoll auch so festgehalten."

In der jüngsten Ortsratssitzung waren die Linken erstaunt, dass ein Spielgeräte-Hersteller eingeladen war, der anbot, selber ein Spielplatzkonzept zu erstellen. Die Linken sagen, dass sie danach ihre Vorstellungen "wunschgemäß im Ortsrat präsentieren wollten", der Ortsvorsteher habe das aber verweigert. Die Linken erwägen, dieses Vorgehen von der Kommunalaufsicht prüfen zu lassen. Es könne nicht sein, "dass wir erst darum gebeten wurden und dies dann öffentlich bestritten wird". Konstruktive Arbeit sehe anders aus, als immer nur fundierte Vorschläge der Linken abzulehnen seitens der Großen Koalition aus SPD und CDU .

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