KV Riegelsberg betritt Neuland

Der KV Riegelsberg schickt erneut drei aktive Ringer-Mannschaften in die Saison. Die erste Mannschaft startet in der 2. Liga in der Staffel Mitte. Die zweite Mannschaft tritt in der neu gegründeten Regionalliga an, die dritte in der Landesliga.

Wenn am 7. September die neue Ringer-Saison beginnt, stehen dem KV Riegelsberg noch mehr Anstrengungen bevor als in den Vorjahren. Der Grund: Die zweite Mannschaft, im vergangenen Jahr noch in der Oberliga Saar auf der Matte, geht in der neu gegründeten Regionalliga Südwest an den Start. Dort muss sie auch zu Kämpfen in Rheinland-Pfalz antreten. Sprich: Sie hat weitere Wege und trifft zudem auf bislang unbekannte Gegner. Gerhard Thiel, Riegelsberger Trainer für den griechisch-römischen Stil, formuliert daher das Saisonziel nur bescheiden: "Verbleib in der Klasse."

Er und sein Freistilkollege Edgar Paulus haben einen Komplettkader für die erste Mannschaft in der 2. Bundesliga und für die zweite Mannschaft von 25 Ringern zur Verfügung. Das heißt: Riegelsberg II wird wegen der taktischen Aufstellungsmöglichkeiten nur schwer einzuschätzen sein. Thiel schätzt die neue Regionalliga mit den weiteren Saarvertretern AC Heusweiler, KSV Köllerbach II und RG Saarbrücken als "bärenstark" ein. Beide Trainer zählen den Nachbarverein Heusweiler zum engeren Favoritenkreis.

Auch die erste Mannschaft betritt in der 2. Bundesliga Mitte Neuland. Einige Experten schätzen diese Achterklasse schwächer ein als die Gruppe Süd, in der die erste Mannschaft zuletzt kämpfte. Paulus ist jedoch anderer Meinung: "Der Blick auf die Kaderlisten der übrigen Konkurrenten sagt mir, dass wir die Mitte ähnlich stark einschätzen müssen wie die Südgruppe. Der KSV Witten ist für mich der klare Favorit, aber auch der KSC Hösbach und der AC Seeheim dürfen nicht unterschätzt werden. Wir können, wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben, einen Platz im Mittelfeld erreichen."

Der Riegelsberger Stammkader hat einen Altersdurchschnitt von weniger als 23 Jahren. Neu verpflichtet wurden Pajtim Sefaj von der RG Saarbrücken und Peter Höreth vom VfK Schifferstadt. Ersterer kommt im Weltergewicht im klassischen Stil zum Einsatz, Höreth soll im Leichtgewicht, ebenfalls im Griechisch-Römischen, auf die Matte gehen. Marc-Antonio von Tugginer ist zum KSV Köllerbach zurückgekehrt, Mesud Özyilmaz wechselte nach Saarbrücken und Kevin Bredy nach Heusweiler. Sowohl Paulus als auch Thiel wollen mit ihrer Formation zuerst einmal die Klasse sichern, ehe der Blick nach oben geht. Sie setzen dabei große Hoffnungen auf Etienne Kinsinger, Nico Zarcone, Pajtim Sefaj, Andreas Skodawessely und Gennadij Cudinovic. Die dritte Mannschaft, komplett aus Nachwuchs-Ringern gebildet, wird in der Landesliga antreten.

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