Künstlerinnen über die Schulter schauen in Riegelsberg

Wie Kunst entsteht : Künstlerinnen über die Schulter schauen

Monika Künzel und Brigitte Weiand nehmen in Riegelsberg kommendes Wochenende am Tag des offenen Ateliers teil.

Am kommenden Wochenende öffnen Kunstschaffende saarlandweit ihre Ateliers und Galerien und präsentieren ihre aktuellen Werke. Auch zwei Riegelsberger Künstlerinnen sind dabei.

Monika Künzel lädt in ihr Dachgeschoss in der Bergstraße 24 am Samstag, 28. September, von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Unter dem Motto „Zeitlupe“ blickt die Diplom-Designerin in ihren neuen Bildern auf ihre bisherigen Arbeiten zurück mit der Frage: „Wie habe ich früher meine Bilder gestaltet, was ist in all den Jahren passiert, und wie lebt man in der Zeit weiter?“ Dabei geht es ihr nicht ums Zurückschauen, sondern um die Frage: „Was ist von damals in meinen heutigen Bildern geblieben, was hat sich geändert?“

Geblieben ist wohl das typische Stilmittel der Künstlerin: Die Kombination aus Druck und Malerei. Doch die Art des Ausdrucks habe sich geändert: „Früher habe ich harmonischer, gelassener gemalt, heute ist alles grober, roher.“ Auch die Frage der „Gefälligkeit“ des Bildes ist dabei nicht mehr so wichtig.

Die gebürtige Mönchengladbacherin, die bei den bekannten Professoren Boris Kleint und Oskar Holweck studierte, nutzt auch neue digitale Techniken. So hat sie Ausschnitte aus eigenen Bildern digital bearbeitet. Mit Farb- und Strukturverstärker, Linienkorrektur und Schwarz-Weiß-Abgleich sind neue kleinformatige Serien entstanden, die den Blick auf Details lenken.

Brigitte Weiand lädt zum „Atmosphäre-Schnuppern“ nach Riegelsberg in ihr „Atelier Mo“ ein. . Foto: Monika Jungfleisch

Brigitte Weiand öffnet ihr „Atelier Mo“ in der Riegelsberger Ellerstraße 44 am kommenden Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Die Diplom-Designerin hat ebenfalls bei Professor Holweck studiert und ist in unterschiedlichen Stilrichtungen zuhause. Ob Aquarelle, Zeichnungen oder Acryl-Arbeiten, die freie Malerin ist bekannt für kräftige Farben und einen starken Ausdruck. Zum Tag des offenen Ateliers präsentiert sie einen Querschnitt ihrer Arbeiten. Wichtig für sie sei, „dass Groß und Klein in die Atmosphäre eines Kunstateliers mit all seinen Farben, Leinwänden, Pinseln und sonstigen Utensilien hineinschnuppern können. Für die Kleinen habe ich auch einen Maltisch vorbereitet, auf dem sie ihre Impressionen sofort auf einem Blatt Papier festhalten können.“ Vielleicht ergreifen ja auch die Großen die Gelegenheit, ihre künstlerische Ader auszuprobieren.

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