Küken fanden viele Abnehmer

Walpershofen. Richtige Züchter machen sich früh auf den Weg. Bei der Kükenschau in Walpershofen wollte jeder der erste sein und die hübschesten Tiere ergattern. Mittags waren fast alle vergeben, und gegen Abend kuschelt sich gerade mal noch ein Dutzend kleiner gelber und ein schwarzes Zwerg-Sussex unter der Wärmelampe im Kükenhaus

Walpershofen. Richtige Züchter machen sich früh auf den Weg. Bei der Kükenschau in Walpershofen wollte jeder der erste sein und die hübschesten Tiere ergattern. Mittags waren fast alle vergeben, und gegen Abend kuschelt sich gerade mal noch ein Dutzend kleiner gelber und ein schwarzes Zwerg-Sussex unter der Wärmelampe im Kükenhaus. Die Käfige mit dem New-Hamphire-Nachwuchs, den Thüringer Barthühnern oder der französischen Nackthalshenne sind da schon seit Stunden leer.Gegenüber, auf einem Tisch, kann man Eier in allen Größenordnungen bewundern. Die winzigen stammen von Zwerghühnchen, die mega-dicken von Kampfgänsen. Flugenten sind hier ebenso vertreten wie Elsässerhühner.

Züchtern sei die Legeleistung wichtig, erläutert Jutta Buchheit vom Walpershofer Kleintierzuchtverein. Ein Huhn lege pro Tag höchstens ein Ei, erklärt sie. Außerdem gebe es eine Legepause. Sehr beliebt seien die stattlichen New-Hampshire-Hühner, die es im Schnitt auf 220 Eier im Jahr brächten. Die meisten Leute hätten sechs bis zehn Küken gekauft. Ob Henne oder Hahn, stelle sich nämlich erst später heraus. Manch angehender Züchter wählte auch schon etwas größere Tiere und erwarb ein "Stämmchen", also einen Hahn plus zwei Hennen. Die niedlichen kleinen Küken gab es für drei Euro pro Stück. Ein eher symbolischer Preis, der sicherstellen soll, dass die kleinen Tiere dem neuen Besitzer etwas wert sind.

Für drei Euro könne man kein Küken züchten, erläutert Jutta Buchheit. Da stecke man viel Arbeit, sehr viel Herzblut und auch gutes Futter hinein. Dem Verein gehören 50 Leute aus Riegelsberg und Umgebung an. 20 sind in der Zucht von Geflügel und/oder Kaninchen aktiv. Die Zucht betreiben alle mehr oder weniger als Hobby. Es geht dabei auch um den Erhalt seltener Rassen wie der Sundhenne. Bei der Kükenschau im Frühling wird vorgeführt, verkauft und gefeiert. Anders bei der Herbstschau in der Köllertalhalle. Da sind Richter zugegen, denn es geht dort um Bewertungen, um Punkte und Preise.

Als nächste größere Veranstaltung steht aber das Sommerfest an: Zwei Tage lang, am 7. und 8. Juli, soll es hier draußen auf der grünen Wiese beim Vereinsheim in der Salbacher Straße rund gehen. Der Verein wird nämlich 100 Jahre alt, und das soll mit Musik, Brathähnchen und viel Tamtam gefeiert werden. Unter anderem ist ein Hähnewettkrähen geplant. Die Konkurrenten sitzen dabei in Kartons und krähen eine Viertelstunde lang um die Wette. Am Ende werden zwei Sieger feststehen, nämlich der krähfreudigste und der nachbarschaftsfreundlichste Hahn.