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Feizeit Kneippen Kneippanlage: Kneippbecken: ein echter Problemfall

Feizeit Kneippen Kneippanlage : Kneippbecken: ein echter Problemfall

Mit den Zuständen an den Kneippbecken zwischen Schwimmbad und Kunstrasenplatz beschäftigte sich der Riegelsberger Ortsrat in seiner jüngsten Sitzung. Wie berichtet, hatte Patricia Dillinger (Linke) in der letzten Sitzung vor der Sommerpause über Verschmutzungen am und im Becken geklagt. Ständig sei das Wasser durch zerbrochene Glasscherben oder Hundekot verunreinigt, eine Nutzung der beiden Becken nicht mehr möglich.

In der jüngsten Ratssitzung zeigte Ortsvorsteher Heiko Walter (CDU) aktuelle Fotos der Becken. Verunreinigungen im Wasser waren zwar nicht zu erkennen, doch Graffiti-Schmierereien auf den Becken sowie an der Kneipp-Infotafel und der Sitzbank waren unübersehbar. „Außerdem ist der Wassereinlauf am Armbecken abgeknickt“, sagte Walter. Dass keine Verunreinigungen des Wassers zu erkennen waren, liege daran, so Walter, dass ein Mitarbeiter des Kneippvereins die Becken und das Umfeld wenige Stunden vorher gesäubert hatte. Zwischenzeitlich habe die Polizei stichprobenartig am Schwimmbad kontrolliert, doch auf Dauer könne die Polizei dies nicht stemmen.

Der Ortsrat dachte deshalb über andere Lösungen nach. Walter schlug vor, die Becken einzuzäunen oder zu verlegen. „Das Einzäunen wäre aber sehr teuer, und man müsste einen Schließdienst organisieren“, sagte Walter. Patricia Dillinger sagte: „Es ist klar erkennbar, dass es sich hier um ein gesellschaftliches Problem handelt.“ Deshalb brauche man einen Jugendberater, der sich um das Jugendzentrum am Schwimmbad sowie um die Jugendlichen kümmere  und sie sinnvoll fordere und fördere. Christian Schmidt (SPD) wirkte zunächst resigniert: „Wir können das Problem nicht lösen. Wenn wir eine Lösung hätten, könnten wir sie patentieren lassen und verkaufen.“ Dennoch präsentierte er einen Vorschlag: „Wir müssten den Standort unattraktiver für die Jugendlichen machen, die dort herumlungern.“ Schmidt forderte regelmäßige Kontrollen durch den Hilfspolizisten der Gemeinde: „Der Hipo muss sich nicht nur um den ruhenden Verkehr kümmern, sondern auch darum, dass Schaden von öffentlichen Einrichtungen abgewendet wird.“ Jutta Wegner (CDU) regte an, die Becken aufs Schwimmbadgelände zu verlegen. Einstimmig beschloss der Rat, dass die Verwaltung den Hipo beauftragen soll, täglich an der Kneippanlage vorbeizuschauen und Verstöße zu ahnden. Parallel dazu soll die Verwaltung prüfen, was eine Verlegung der beiden Becken ins Schwimmbad kosten würde.