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Wohin mit der Kneippanlage?
Kneippanlage sollte verlegt werden

Im März 2011 wurde die Kneippanlage nahe des Riegelsberger Freibades eröffnet (links Bürgermeister Klaus Häusle). Zuletzt gab es dort wiederholt Vandalismus-Probleme.
Im März 2011 wurde die Kneippanlage nahe des Riegelsberger Freibades eröffnet (links Bürgermeister Klaus Häusle). Zuletzt gab es dort wiederholt Vandalismus-Probleme. FOTO: BeckerBredel
Riegelsberg. Ortsrat Riegelsberg konnte sich jedoch nicht mit Standort-Vorschlägen anfreunden.

Die Kneippanlage zwischen dem Riegelsberger Freibad und dem Kunstrasenplatz war schon öfter Thema im Riegelsberger Ortsrat. Immer wieder war es an der erst knapp sieben Jahre alten Anlage zu Vandalismus gekommen. Glasscherben und Zerstörungen in den Becken machten ein Kneippen unmöglich (wir berichteten). Der Ortsrat hatte die Riegelsberger Verwaltung deshalb gebeten, Alternativstandorte für die Kneippanlage zu suchen. In der jüngsten Ortsratssitzung wurden daher drei Alternativstandorte besprochen:



So schlägt die Verwaltung vor, die Kneippanlage ins Außengelände des Seniorenzentrums St. Josef zu verlegen. Durch die Nähe zum AWO-Gebäude gäbe es vermutlich weniger Vandalismus, heißt es im Bericht der Verwaltung. Das kostet natürlich: Durch die Verlegung des Standortes, Rückbauarbeiten am jetzigen Standort, durch Anschlüsse ans Trinkwassernetz sowie ans Strom- und Kanalnetz entstünden dort Kosten bis zu 30 000 Euro.

Die zweite Alternative wäre eine Verlegung ins umzäunte Freibadgelände. Dort könnte die Anlage über Quellwasser betrieben werden, die Verlegungs- und Rückbaukosten des alten Standortes beziffert die Verwaltung hier auf maximal 18 000 Euro. Die dritte Möglichkeit wäre es, die Anlage am alten Standort zu belassen und einzuzäunen. Dies wäre, mit 5000 Euro, die kostengünstigste Variante.

Der Ortsrat konnte sich jedoch, nach längerer Diskussion, für keine der drei Varianten entscheiden. Variante eins wäre zu aufwändig und zu teuer, Variante zwei würde einen Zugang zur Anlage nur während der Öffnungszeiten des Freibades ermöglichen und bei Variante drei sieht man in einem Einzäunen des Kneippbeckens keinen entscheidenden Nutzen. „Es könnten weiterhin Glasflaschen über oder durch den Zaun geworfen werden“, sagte Ortsvorsteher Heiko Walter (CDU).

Stattdessen beschloss der Rat, Rücksprache mit dem Kneippverein Riegelsberg zu nehmen. „Der Kneippverein hatte sich ja schon im Vorfeld angeboten, die Anlage selbst zu reinigen. Vielleicht könnte man das in Zeiten, zu denen viel gekneippt wird, öfter tun“, sagte Walter. Außerdem plädiert der Rat dafür, dass die Ortspolizei öfter an der Anlage kontrolliert.

(dg)