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35-Jährige holt ihren zehnten Masters-Titel
Klein ist einfach die Größte

Sie ist die Masters-Königin: Melanie Klein jubelt nach dem Sieg im Endspiel gegen den SV Dirmingen über ihren zehnten Titel.
Sie ist die Masters-Königin: Melanie Klein jubelt nach dem Sieg im Endspiel gegen den SV Dirmingen über ihren zehnten Titel. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. 35-Jährige holte ihren zehnten Masters-Titel. Sie war mit dem SV Dirmingen, dem SV Furpach und nun dem 1. FC Riegelsberg erfolgreich. Von David Benedyczuk

Das „Küken“ in der Mannschaft ist sie schon längst nicht mehr. Ihren Spitznamen aber wird Melanie Klein trotz ihrer mittlerweile 35 Lenze wohl so schnell nicht los. Gleiches dürfte für die sensationelle Marke gelten, die sie am vergangenen Sonntag beim Hallenmasters im Trikot der Fußballerinnen des 1. FC Riegelsberg aufgestellt hat: Während der Fußball-Regionalligist beim Endturnier an der Saarbrücker Sportschule durch einen 4:1-Finalsieg gegen Kleins Ex-Club SV Dirmingen zum ersten Mal den Masters-Titel einfuhr, war es für sie bereits der sage und schreibe zehnte Triumph – bei 16 Masters-Auflagen eine famose Quote.


Feiern kann Klein nach wie vor ganz gut, wie sich im Anschluss an das Finale herausstellte. „Das Masters ist immer wieder eine richtig coole Veranstaltung. Es war mir nochmal ein besonderes Anliegen, mit dem 1. FC Riegelsberg und den Mädels hier zu gewinnen. Wir fahren jetzt erst mal nach Riegelsberg – dort wird dann gefeiert“, verriet die Masters-Königin. Riegelsberg ist der dritte Verein, mit dem sich die ehemalige Bundesliga-Spielerin zur besten Hallen-Mannschaft krönen konnte. Neben Masters-Rekordsieger Dirmingen, der seine sieben Siege allesamt mit Klein auf dem Feld einheimste, gewann auch der SV Furpach 2011 und 2012 mit ihr den Titel – oder sollte man sagen: dank ihr?

Beim Endturnier am Sonntag war das in der entscheidenden Phase der Fall: Im Halbfinale blieben die vier Regionalligisten im Teilnehmerfeld unter sich. Riegelsberg bekam es mit der Reserve des 1. FC Saarbrücken zu tun – und siegte nicht zuletzt dank Klein mit 4:1. Die zeigte mit ihrem konsequenten – absolut fairen – Einsatz gegen Lena Raubuch, dass sie nicht nur technisch versiert ist, sondern vor allem auch ein Kämpferherz hat. Klein luchste der Saarbrückerin in der gegnerischen Hälfte den Ball ab, den folgenden Querpass musste Sandra Enz nur noch zum 1:0 einzuschieben. Im Endspiel  leitete Klein mit einem Freistoß in den Winkel zum 1:0  ihren zehnten Masters-Sieg in die Wege – eine Marke, die wohl so schnell niemand toppen wird.