Kinder besuchen Feuerwache

Walpershofen. Bereits im 13. Jahr in Folge informierte die Walpershofer Feuerwehr die Kinder im örtlichen Kindergarten darüber, wie sie sich im Falle eines Brandes zu verhalten haben. "Dies geschieht seit Jahren sehr erfolgreich durch die spannenden Geschichten und Spiele von Felix, dem Feuerwehrbären", sagte Löschbezirksführer Pascal Altmayer

Walpershofen. Bereits im 13. Jahr in Folge informierte die Walpershofer Feuerwehr die Kinder im örtlichen Kindergarten darüber, wie sie sich im Falle eines Brandes zu verhalten haben. "Dies geschieht seit Jahren sehr erfolgreich durch die spannenden Geschichten und Spiele von Felix, dem Feuerwehrbären", sagte Löschbezirksführer Pascal Altmayer.Rund 50 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren lauschten den Vorträgen gespannt und wurden spielerisch geschult. "Ziel der sogenannten Brandschutzerziehung in diesem Alter ist, den Kindern verschiedene Verhaltensweisen im Brandfall zu erklären", sagte Altmayer der Saarbrücker Zeitung. So wird den Kindern mit dem "rollenden Hannes" vermittelt, wie sie sich verhalten sollen, wenn ihre Kleidung brennt. Hierbei legen sich die Kinder flach auf den Boden und rollen sich hin und her, um so das Feuer zu ersticken. Bei dem Spiel "Wir tricksen den Rauch aus" lernten die Kinder, dass sie unter dem Rauch durchkriechen können. Dies wird mit einer Wolldecke simuliert, die als Rauch dient. Eine drittes Spiel hieß: "Wir sperren den Rauch aus".

"Hier wird zunächst eine Türritze mit Kleidern, Decken oder Stofftieren so abgedichtet, dass der Rauch keine Chance mehr hat, hereinzukommen. Er wurde also ausgesperrt. Im zweiten Teil des Spieles wird dann gezeigt, "wie sich die Kinder an einem geöffneten Fenster durch Rufen bemerkbar machen können", so Altmayer. Um den Kindern die Angst vor der Uniform oder vor Atemschutzgeräten zu nehmen, wurde ihnen gezeigt, wie schnell aus einem "normalen" Menschen ein Feuerwehrmann wird. Am nächsten Tag statteten die 14 künftigen Schulkinder des Kindergartens der Feuerwache einen Gegenbesuch ab. Dabei wurde das bereits Gelernte im Feuerwehrgerätehaus Walpershofen vertieft.

Den Kindern wurden zudem die Geräte, Uniformteile und Technik der Feuerwehrfahrzeuge erklärt und vorgeführt. Jedes Kind durfte einen Feuerwehrhelm und eine echte Einsatzjacke anziehen und mit der Kübelspritze einen simulierten Brand löschen. "Wieder einmal zeigte sich bei beiden Veranstaltungen, wie schnell Kinder lernen und verstehen. Alle waren stets bei der Sache und haben toll mitgemacht", lobte Altmayer. Er betonte, dass Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung der Kinder nicht nur ein gesetzlicher Auftrag, sondern auch eine Freude für die Feuerwehr sei.

 Die Kübelspritze im Einsatz.
Die Kübelspritze im Einsatz.

Auch im Löschbezirk Riegelsberg werde unter Leitung von Brandmeister Rolf Weber seit Jahren die Brandschutzerziehung in allen Kindergärten angeboten. "Dies ist natürlich sehr arbeitsintensiv, aber diese Arbeit wird die Feuerwehr auch in Zukunft gern für die Riegelsberger und Walpershofer Kinder leisten", fügte Pascal Altmayer hinzu.