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In vier Jahren von drei auf 50 Firmen

In vier Jahren von drei auf 50 Firmen

Nach dem Ende der Produktion in der Betonsteinfabrik Schäfer im März 2010 begann der neue Besitzer Jens Funk, auf dem ehemaligen Betriebsgelände einen Gewerbepark anzulegen. Bis heute ließen sich 50 Firmen vom Telefonnetzanbieter bis zur Eisenbiegerei nieder.

 Jens Funk, Klaus Häusle und Parolo Scollo (von links) am so genannten Bügelautomat der Eisenbiegerei. Foto: aki
Jens Funk, Klaus Häusle und Parolo Scollo (von links) am so genannten Bügelautomat der Eisenbiegerei. Foto: aki Foto: aki

Diplom-Ingenieur Jens Funk kaufte vor vier Jahren das ehemalige Betonsteinwerk Dr. Arnold Schäfer an der Einmündung des Russenweges in die Landstraße 136 zwischen Walpershofen und Etzenhofen. Er hatte erkannt, dass man das 5,4 Hektar große Betriebsgelände samt Gebäude gut als Gewerbepark nutzen könnte.

Nachdem die Produktion von Betonsteinen im März 2010 endgültig ausgelaufen war, gründete Funk das Vermarktungsunternehmen "Betonsteinfabrik Dr. Schäfer Riegelsberg " und begann, Mieter anzuwerben. Innerhalb von zwei Jahren, genau bis September 2012, hatte sich die Zahl der niedergelassen Firmen von anfänglich drei auf 21 erhöht. Neben Handwerksbetrieben siedelten sich auch Dienstleistungsunternehmen an, etwa die Telefonnetzanbieter Vodafone D2 und Intersaar.

Unter den Mietern sind auch Betriebe und Dienstleister aus umliegenden Ortschaften, die Flächen und Räume nur als Lagerstätten nutzen. Funk sind als Nutzer aber auch Einrichtungen wie die Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft willkommen: Die gemeinnützige Institution richtete ihren Betrieb für Landschaftsbau auf dem Gelände ein. Stolz schilderte der Investor dem Riegelsberger Bürgermeister Klaus Häusle bei dessen Besuch, dass er inzwischen mit 50 Mietern Nutzungsverträge abgeschlossen habe.

Auch seltenere Handwerksbetriebe haben sich hier angesiedelt, wie eine Eisenbiegerei, eine Sattlerei und eine Edelstahl-Schlosserei. Parolo Scollo, Chef des Eisenbieger-Betriebes "Handels- und Verwaltungsgesellschaft Scollo" (HVS), beschrieb Bürgermeister Häusle, wie Eisenstäbe geformt werden.

Mit der Gründung der Firma SaarBetonBlock im vorigen Jahr und des Transportbetonwerks "Beton vom Mittelstand" im Mai dieses Jahres hat Funk zudem an die traditionelle Nutzung des Geländes angeknüpft (wir berichteten).

Verkehrsgünstige Lage

Ein Vorteil des Gewerbeparks ist neben der verkehrsgünstigen Lage auch, dass der Vermieter die Flächen sozusagen maßgeschneidert nach den Wünschen der Nutzer herrichtet. Mittlerweile hat er zudem die Solaranlage auf dem Dach einer Halle um 200 Kilowatt-Peak auf 540 erhöht. Und zur Zeit werden noch weitere Fertigungshallen gebaut.

Bürgermeister Häusle würdigte die Umwandlung des früheren Gruben- und Betonsteinwerk-Areals in einen Gewerbepark als "außerordentliche Leistung" und sagte: "Die Fläche ist nun geordnet und bietet weitere Expansionsmöglichkeiten zur Ansiedlung von Betrieben fast jeder Art."