1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Riegelsberg

In Riegelsberg soll der "Ball des Sports" nicht Corona zum Opfer fallen

Riegelsberger Traditionsveranstaltung : Ist der „Ball des Sports“ noch zu retten?

Die beliebte Veranstaltung droht erneut Corona zum Opfer zu fallen. In der Gemeinde Riegelsberg suchen die Verantwortlichen deshalb nach Auswegen.

In Riegelsberg ist es seit 1984 guter Brauch, die erfolgreichsten Sportler der Gemeinde beim sogenannten „Ball des Sports“ zu ehren. Die Veranstaltung fand immer am ersten Mai-Wochenende in der stets mit 600 Zuschauern gefüllten Riegelsberghalle statt und sorgte auf Grund ihres Rahmenprogramms und illustrer Gäste für Aufmerksamkeit über die Grenze der Gemeinde hinaus. Im vergangenen Jahr fiel der „Ball des Sports“ coronabedingt erstmals aus – und auch in diesem Jahr droht die Absage.

„Wir haben eine schwierige Situation“, erklärte Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderatsausschusses für Kultur, Bildung, Sport, Jugend, Frauen, Familie und Soziales. Der geplante Termin am ersten Mai-Wochenende sei auf keinen Fall zu halten. Zudem gebe es zwei große Probleme. „Wir ehren die Sportler, die im Jahr 2020 Meisterschaften gewannen. Aber 2020 fanden viele Meisterschaften wegen Corona gar nicht statt“, sagte Häusle. Deshalb sei die Auswahl der in Frage kommenden Sportler sehr klein.

Das zweite Problem: Abstands- und Hygienemaßnahmen hätten zur Folge, dass sich in der Riegelsberghalle diesmal keine 600, sondern höchstens 100 Personen aufhalten dürfen. „Wir können also den ,Ball des Sports’ nicht in der gewohnten Art und Weise durchführen“, fasste Bürgermeister Häusle zusammen.

Doch die Ausschussmitglieder erwiesen sich als einfallsreich. So empfahl Diana Lion (Grüne), auch die Sportler aus der Gemeinde zu ehren, die 2019 zu Meisterschaftserfolgen gekommen waren. „Die konnten letztes Jahr wegen des Ausfalls der Veranstaltung nicht geehrt werden. Wir würden damit den Kreis der zu Ehrenden auf das Übliche erweitern“, sagte Lion.

Frank Schmidt von der SPD regte an, dass man über „Distanzveranstaltungen“ nachdenken sollte. „Man hat doch während Corona gelernt, dass man auch online viel machen kann“, erklärte Schmidt.

René Selzer von der AfD schlug vor, den „Ball des Sports“ nicht in einer geschlossenen Halle, sondern im Freien durchzuführen. „Man sollte keine starren Wege gehen, sondern im Sommer eine Open-Air-Veranstaltung planen“, sagte Selzer. Dafür gab es Zustimmung von der Linken und der SPD. „Ein Open Air wäre ein charmanter Ansatz“, lobte Ludwig Dryander (Linke). Und Sozialdemokrat Frank Schmidt erklärte: „Wir zeigen uns offen für Selzers Idee und finden es gut, dass alle Fraktionen bereit sind, den ,Ball des Sports’ in irgendeiner Form durchzuführen.“

Einstimmig beschloss der Ausschuss, sich vier Wochen Bedenkzeit zu geben und in dieser Zeit mit dem Organisationskomitee um Lukas Huwig (SPD), Horst Pelzer (CDU), Ludwig Dryander, René Selzer und Diana Lion nach Möglichkeiten zu suchen, wie die Sportler der Gemeinde Riegelsberg in diesem Jahr in einem angemessenen Rahmen geehrt werden können.

www.riegelsberg.eu