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In Riegelsberg leben die Leute recht sicher

In Riegelsberg leben die Leute recht sicher

Zufriedene Gesichter im Riegelsberger Gemeinderat: Sowohl die Kriminal- als auch die Unfallstatistik für 2015 listet für Riegelsberg recht günstige Zahlen auf. Die meisten Unfallfahrer waren noch recht jung.

Horst-Peter Schäfer und Patrick Siegwart, die Leiter der Polizei-Inspektion (PI) Köllertal, stellten in der jüngsten Riegelsberger Gemeinderatssitzung die Kriminal- und Unfallstatistiken 2015 vor. Fazit: von allen drei Köllertalkommunen war es in Riegelsberg am sichersten. Dort gab es 2015 die wenigsten Verkehrsunfälle , die wenigsten Einbrüche und die wenigsten sonstigen Straftaten.

Insgesamt gab es in Riegelsberg 314 Verkehrsunfälle . Das waren zwar 15 mehr als 2014, doch im Vergleich zu Heusweiler (592 Unfälle) und Püttlingen (375) deutlich weniger. Häufigste Unfallursache war das Abbiegen und Wenden (22,8 Prozent). Zu hohe Geschwindigkeit spielte mit 4,8 Prozent eher eine untergeordnete Rolle.

Die meisten Unfälle passierten an Einmündungen und Straßenkreuzungen. Es gab auch sieben Unfälle mit der Saarbahn, alle liefen glimpflich ab. "Es wurde niemand verletzt, oft waren es Bagatellunfälle", betonte Schäfer. Die meisten Unfallverursacher kamen aus der Gruppe der jungen Autofahrer zwischen 18 und 24 Jahren. Auf ihr Konto gingen zwölf Unfälle, bei denen Menschen verletzt wurden. "Die Gruppe der Senioren über 65 Jahre trat bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden fast nicht zu Tage", bilanzierte Schäfer.

468 angezeigte Straftaten

In der Kriminalstatistik liegt Riegelsberg unter den 52 saarländischen Kommunen auf Platz 44. Also ganz weit hinten, und je weiter hinten man in dieser Tabelle liegt, umso besser. Püttlingen liegt auf Platz 36, Heusweiler auf 32. In Riegelsberg gab es im vergangenen Jahr 468 angezeigte Straftaten, 174 weniger als 2014. "Das ist ein deutlich erkennbarer Abwärtstrend", sagte Siegwart. Das häufigste Delikt war Diebstahl (194 Fälle). 81 Mal wurde gefälscht und betrogen, 71 Mal gab es Körperverletzungen oder Raub, zweí Mal Sexualdelikte. Zurückgegangen sind auch die Wohnungseinbrüche (von 36 im Jahre 2014 auf jetzt 33). "Aber das sind immer noch 33 Fälle zu viel. Wir werden alles tun, um diesem Phänomen zu begegnen", sagte Schäfer. So kündigte er nächtliche Streifenfahrten, sowie Informationsstände auf Veranstaltungen und Festen an. "Aber es gibt viele Tatgelegenheiten, und wir können nicht überall gleichzeitig an." Auffallend bei den Wohnungseinbrüchen im vorigen Jahr war eine Serie, als Anfang des Jahres 17 Einbrüche in kurzer Zeit geschahen. Dann hörte die Serie schlagartig auf, gefasst wurde der Einbrecher jedoch nicht. Dazu Siegwart: "Es war kein lokaler Täter, das wissen wir. Der Täter kam aus dem französischen Raum, die Ermittlungen laufen noch. Nachdem er bemerkt hatte, dass der Ort und die Polizei aufmerksam geworden waren auf sein Tun, hat er sein Tätigkeitsfeld verlagert." Rat und Bürgermeister nahmen die Zahlen mit Zufriedenheit zur Kenntnis. Bürgermeister Klaus Häusle sagte: "Wenn man die Entwicklung bei vergleichbaren Kommunen betrachtet, dann können wir froh sein. Die guten Zahlen in Riegelsberg hängen an der Aufmerksamkeit der Bevölkerung und daran, dass die Polizei ihre Arbeit hervorragend macht."