Heusweiler gewinnt gegen Riegelsberg in der Ringer-Bundesliga

Umkämpftes Duell : Packendes Ringer-Derby in Riegelsberg

Der KV Riegelsberg und der AC Heusweiler lieferten sich in der Ringer-Bundesliga ein heißes Duell. Am Ende waren die Heusweiler der glückliche Sieger.

Wenn der KV Riegelsberg gegen den AC Heusweiler ringt, ist das immer ein emotionales Derby. Das Bundesliga-Duell am Donnerstag wird aber als besonderer Krimi in die Geschichte eingehen. Nach fünf Kämpfen führten die Gäste vor über 500 Zuschauern in der Riegelsberghalle mit 12:3. Als Riegelsbergs Neuzugang Kai Stein und Heusweilers Stoyan Kubatov zum letzten Kampf des Tages - in der Hinrunde in der Klasse bis 75 Kilo griechisch-römisch - auf die Matte gingen, leuchtete ein 13:13 von der Anzeigetafel. „Für die Zuschauer ist das natürlich weltklasse“, sagte Gästetrainer Cacan Cakmak, „als Trainer wirst du fast wahnsinnig.“

Denn auch Stein und Kubatov machten es spannend. Bis 70 Sekunden vor dem Ende führte der Riegelsberger mit 1:0, wurde dann aber wegen Passivität in die Bodenlage beordert - der zusätzliche Strafpunkt sorgte für den Ausgleich. Und der Bulgare Kubatov für die Entscheidung: Sechs Mal dreht er Stein durch, holte danach drei weitere Zähler und siegte doch noch technisch überlegen mit 16:1. Heusweiler feierte, Riegelsberg war enttäuscht. Heuweiler gewann mit 17:13. „Aber ich mache Kai keinen Vorwurf“, sagte Riegelsbergs Trainer Edgar Paulus, „wir haben vorher zu viel Punkte liegen lassen“

Paulus meinte wohl seinen russischen Neuzugang Asadula Ibragimov, der in der Klasse bis 98 Kilo Freistil gegen den deutschen Spitzenringer Gennadji Cudinovic nach 2:0-Führung doch noch mit 2:5 unterlag. Auch Robin Paulus hätte sein Comeback in der Klasse bist 80 Kilo Freistil nach fast zweijähriger Auszeit gegen Halef Cakmak deutlicher gewinnen können als 5:0. Und auch die Niederlage von Dennis Decker (61 Kilo gr.-röm) gegen Teodor Horatau fiel den Verantwortlichen mit 2:11 zu deutlich aus.

Den dramatischen Nachmittag spektakulär begonnen hatten Paul Riemer für den KVR und Julian Kleemann für Heusweiler. Nach insgesamt 17 technischen Wertungen in atemberaubenden sechs Minuten Kampfzeit hatte Riemer mit 19:11 die Nase vorne. Riegelsberg muss nach zwei knappen Auftaktniederlagen an diesem Samstag beim TuS Adelhausen antreten - einer der bundesweit stärksten Mannschaften überhaupt. Heusweiler hat es im dritten Saarderby innerhalb einer Woche mit dem ASV Hüttigweiler zu tun. Kampfbeginn in der Halle an der Gemeinschaftsschule ist um 19.30 Uhr.

Hüttigweiler musste sich bereits am Mittwoch dem KSV Köllerbach deutlich mit 2:18 geschlagen geben. „Wir stehen am Anfang einer Entwicklung und da war es gut, dass in dieser Woche alle Sportler vor Ort waren. Das fördert natürlich den Zusammenhalt und das sieht man dann auch auf der Matte“, sagte Köllerbachs Mannschaftsverantwortlicher Thomas Geid. „Der Sieg von Valentin Seimetz war für mich ein emotionaler Höhepunkt“, so Geid. Seimetz beförderte seinen Gegner Adnrei Dukov in der Klasse bis 66 Kilo Freistil aus dem Stand in die gefährliche Lage, erhielt dafür 13 Sekunden vor der Schlussirene eine Vierer-Wertung und siegte nach 0:5-Rückstand mit 6:5. Ein Sieg für den KSV ist auch am Samstag eingeplant, wenn man um 19.30 Uhr in der Kyllberghalle auf die stark eingeschätze RG Hausen-Zell trifft.

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