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Gut in der Zeit, günstiger als vorhergesehen

Gut in der Zeit, günstiger als vorhergesehen

Köllertal/Saarbrücken. Der ziemlich neue Stadtbahn-Saar-Geschäftsführer Peter Edlinger spricht immer noch hartnäckig von "Walper-t-shofen", also mit "t" in der Mitte, statt von Walpershofen. Das sei aber, wird aus seinem Vertrautenkreis augenzwinkernd versichert, eine unbedeutende Marotte

Köllertal/Saarbrücken. Der ziemlich neue Stadtbahn-Saar-Geschäftsführer Peter Edlinger spricht immer noch hartnäckig von "Walper-t-shofen", also mit "t" in der Mitte, statt von Walpershofen. Das sei aber, wird aus seinem Vertrautenkreis augenzwinkernd versichert, eine unbedeutende Marotte. Will sagen, man möge die falsche Aussprache nicht symbolisch dahin gehend deuten, dass der Mann nicht wisse, wovon er redet beziehungsweise dass ihm der Riegelsberger Ortsteil nicht so wichtig sei. Im übrigen hat Edlinger das "bedeutendste saarländische Verkehrsprojekt" (Wirtschaftsminister Joachim Rippel, CDU), auch auf dessen Weg durch Riegelsberg, in die Obhut von hoch qualifizierten Mitstreitern gelegt, auf dass sie das weitgehend aus eigener Kompetenz verfolgen.

Der Saarbahn-Bau ist in jüngerer Vergangenheit nicht mehr so sehr Chefsache wie früher, sondern Expertensache. An deren Spitze steht der ganz neue Mit-Geschäftsführer Norbert Reuter (Foto: SZ/Saarbahn), der "Walpershofen" vom ersten Tag an korrekt ausspricht und - hier ist die Symbolik ausdrücklich erlaubt - in Heusweiler Wohnsitz genommen hat, also ganz nah dran an der Baustelle.

Die wichtigsten Praktiker beim Weiterbau der Saarbahn von Etzenhofen bis Lebach-Jabach sind Projektleiter Frank Ehrhardt und Projekt-Steuermann Daniel Bürtel.

Das Ingenieurs-Duo konnte am Freitag bei einer Pressekonferenz in Saarbrücken nur Gutes berichten. Die Kernbotschaft lautete: Das Projekt ist voll im Zeitplan und hier und da sogar etwas preisgünstiger, als in den Kostenberechnungen verzeichnet.

Nachdem die Saarbahn über Jahre hinweg ihre Wunsch-Ankunftszeiten in Heusweiler und Lebach kleinlaut verschieben musste, steckt seit einem halben Jahr forsche Zuversicht in den Aussagen: Die Saarbahn will ohne wenn und aber 2011 in Heusweiler sein und 2013 in Lebach. Liegen Steine im Weg? Es seien keine erkennbar, hieß es beim Pressetermin, zumal der Wirtschaftsminister symbolisch einen Scheck über 10,8 Millionen Euro mitgebracht hatte. Noch 85 Millionen obendrauf, dann ist die Bahn fertig finanziert und wird insgesamt (ab Saargemünd) 380 Millionen Euro gekostet haben.

In den letzten Monaten wurde für den Abschnitt von Etzenhofen nach Heusweiler/Markt die Trassenplanung so gut wie abgeschlossen. Die Aufträge für Planung und Bau der Oberleitung sind vergeben.

Die Strecke ist gerodet, der Damm in Walpershofen abgetragen, mit dem Bau der neuen Straßenbrücke in Heusweiler wurde begonnen. Am kommenden Wochenende wird die alte Eisenbahnbrücke in Walpershofen abgerissen, und zwar mit Sperrung des Verkehrs.

< weiterer Bericht folgt

 Die Saarbahn, hier ein Foto der ersten Testfahrt im Russenweg in Riegelsberg, soll 2011 bis Heusweiler fahren. Foto: Avenia
Die Saarbahn, hier ein Foto der ersten Testfahrt im Russenweg in Riegelsberg, soll 2011 bis Heusweiler fahren. Foto: Avenia