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Online-Reaktionen: „Grottenschlechtes Essen“ und „Mäßiger Service“

Online-Reaktionen : „Grottenschlechtes Essen“ und „Mäßiger Service“

Im Internet sind sich die Menschen einig, warum der Riegelsburger plötzlich schließen musste.

Warum musste das ehemalige „Leuchtturmprojekt“ der Gemeinde Riegelsberg – der „RiegelsBurger“ – auf dem Marktplatz schließen? Diese Frage beschäftigt sowohl die Bürger als auch die Internetgemeinde. Die Gerüchteküche brodelt: Miete zu hoch, Insolvenz? Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) wollte sich beim jüngsten Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung diesbezüglich nicht näher äußern.

Auf der Facebook-Seite der SZ für das Köllertal wird fleißig diskutiert und analysiert. Die Leser sind sich einig: kundenunfreundlicher Service und schlechtes Essen sind die Gründe, warum die Gäste ausblieben und das Restaurant nach noch nicht mal einem Jahr wieder schließen musste.

So beschwert sich Birgit C. in dem sozialen Netzwerk über das „grottenschlechte“ Essen im Restaurant. Auch eine Reklamation habe nicht geholfen, sagt sie. Heinz-Jürgen G. pflichtet ihr bei: „Die Essensbewertungen waren von Anfang an grottenschlecht“, schreibt er. Darüber hinaus seien die Preise „überteuert“ gewesen, beschwert sich David G. Und weiter: „War ja klar, dass das passiert.“ Das Konzept sei an sich gut gewesen, aber nicht für Riegelsberg: „Dafür fehlt in Riegelsberg einfach die Kundschaft“, sagt er. Besser wäre es gewesen das Konzept des Burgerladens auf eine junge Zielgruppe auszurichten – mit bezahlbaren Preisen: „Das hätte wahrscheinlich auch Kundschaft aus der Umgebung angezogen“, schreibt David G.

Jetzt ist es jedoch zu spät. Der „RiegelsBurger“ ist Geschichte. Bereits vor einigen Wochen kommentierten Kunden auf der Facebookseite des Restaurants das Aus des Riegelsburgers. So schrieb Stephan G. „Der Anfang vom Ende. Erst Öffnungszeit verkürzt, dann unter der Woche Tage geschlossen, dann ganz zu. Dies ist der Sterbepfad eines Gastrobetriebes.“

Viele wussten damals noch nicht, dass das Restaurant endgültig die Pforten geschlossen hatte und fragten überrascht auf der Facebook-Seite nach dem oben genannten Kommentar von Stephan G.: „Echt?“, „Wie jetzt?“ und „Ist jetzt ein Scherz?“. Viele überraschte das plötzliche Aus, denn der Pächter hat sich bis heute auf der Facebook-Seite diesbezüglich noch immer nicht dazu geäußert. Lediglich ein Schild mit „Restaurant momentan leider geschlossen“ hängt an der Tür des „RiegelsBurgers“. Auch auf der Facebook-Seite des Restaurants diskutieren Kunden über das Aus des Betriebs: „Wir hatten einen schmutzigen Tisch, schmutzige Stühle, und das Essen hat nicht geschmeckt“, schreibt Manu E. über ihren letzten Besuch im Burgerhaus. Weitere Facebook-Mitglieder waren mit der Qualität des Burgerladens nicht zufrieden.

Ein weiterer Minuspunkt sei der Service gewesen, beschweren sich einige. Die Kommentare gehen von „mäßiger Service“ bis „lustlose Bedienung“. Auch Heinz G. war mit dem Service unzufrieden. Das Konzept des Riegelsburger sei gut gewesen, aber im Detail sei der Betrieb gescheitert. Denn bei drei Besuchen hätte das Servicepersonal anderes zu tun gehabt, als sich um die Kunden zu kümmern: Beim ersten Mal sei das Handy wichtiger gewesen, beim zweiten Besuch die Freundinnen der Bedienung und beim letzten Mal sei die Mitarbeiterin „beratungsresistent und lustlos“ gewesen, schreibt er. Denn die Bedienung habe einer Zeitung mehr Aufmerksamkeit geschenkt als ihren Gästen. Dazu komme noch, so Heinz G. weiter, dass „die Qualität der Speisen dem Niveau des Personals angepasst“ gewesen sei. Ein vernichtendes Urteil.

Während einige das Konzept des Restaurants zwar gut, aber die Umsetzung mittelmäßig bis schlecht bewerten, kritisiert Markus P. auf der Facebook-Seite der SZ das fehlende Konzept: „Burger und Bergbau wollte man kombinieren – das ging optisch daneben.“

Seit wenigen Wochen steht der Doppel-Kubus nun leer. Zukunft ungewiss. Ein neues Restaurant würden sich einige Online-Leser wünschen, jedoch dann nur „mit einem ordentlichen Konzept und vor allem gutem Fachpersonal“, schreibt Markus P. Damit der neue Betrieb nicht so endet wie der „RiegelsBurger“.