| 20:08 Uhr

Der Geschlechter-Unterschied in der Medizin
Frauen gehen öfter zum Arzt, Männer sterben früher

Riegelsberg. Dass es – zumal körperliche – Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt, muss man wohl niemandem erklären. Aber werden diese Unterschiede auch entsprechend in der Medizin berücksichtigt, beziehungsweise gibt es medizinische Unterschiede auch dort, wo man sie nicht unbedingt erwarten würde – etwa bei Herzerkrankungen?

Dass es – zumal körperliche – Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt, muss man wohl niemandem erklären. Aber werden diese Unterschiede auch entsprechend in der Medizin berücksichtigt, beziehungsweise gibt es medizinische Unterschiede auch dort, wo man sie nicht unbedingt erwarten würde – etwa bei Herzerkrankungen?


„Neue, geschlechterspezifische Wege in der Medizin? – Männer und Frauen sind anders – auch wenn sie krank sind“, so heißt ein Vortrag von Dr. Christiane Jochum, Leiterin Angiologie/Gefäßzentrum im Knappschaftsklinikum Saar in Püttlingen. Gastgeber ist am Montag, 12. November, 19 Uhr, die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) St. Josef/St. Matthias Riegelsberg im Pfarrzentrum St. Josef (Kirchstraße 28, am Ende des Parkplatzes neben dem Pfarrhaus).

Christiane Jochum spricht über geschlechterspezifische Unterschiede bei der Vorbeugung, der  Diagnostik und Therapie von Gefäß-, Herz- und Kreislauferkrankungen. „Frauen zeigen oft andere Symptome bei verschiedenen Erkrankungen, werden erst viel später als ‚Notfall’ behandelt und reagieren anders als Männer auf Medikamente“, heißt es in der Ankündigung, und: „Gender-Medizin hat neben biologischen Aspekten, die Männer und Frauen unterscheiden, auch die sozialen und psychischen Elemente im Blick. Männer fühlen sich häufig gesünder, nehmen weniger Vorsorgeuntersuchungen wahr, sterben im Durchschnitt fünf Jahr früher als Frauen. Frauen haben mehr Arztkontakte und nehmen mehr Medikamente, leiden jedoch häufiger an chronischen Erkrankungen und Bewegungseinschränkungen als Männer.“



Im Anschluss an den Vortrag wird Dr. Jochum auch Fragen der Besucher beantworten. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.