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Gemeinderat und Verwaltung spenden kräftig Beifall

Riegelsberg. Der Riegelsberger Gemeinderat ist mit der Arbeit der ABG sehr zufrieden. Deren wichtigstes Standbein ist die Nachmittagsbetreuung an den drei Grundschulen und der Gemeinschaftsschule. Fredy Dittgen

In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Riegelsberger Gemeinderat mit dem Beteiligungsbericht der Gemeinde an der Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft (ABG) Riegelsberg /Heusweiler. Rat und Verwaltung sparten nicht mit Lob für die Arbeit dieser gemeinnützigen Gesellschaft. "Wenn man die Geschichte der ABG Revue passieren lässt, kann man nur sagen, dass sie eine erfreuliche Entwicklung genommen hat", sagte Bürgermeister Klaus Häusle (SPD ). Zwar habe es bei der ABG 2014 einen Fehlbetrag von 19 000 Euro gegeben (die SZ berichtete), doch nur zweimal in den 16 Jahren, seit diese Gesellschaft besteht, sei es zu einem negativen Ergebnis gekommen. "Man kann feststellen: die ABG ist wirtschaftlich gesund", meinte Häusle. Wichtigstes Standbein sei die Nachmittagsbetreuung an den drei Riegelsberger Grundschulen und der Gemeinschaftsschule. 216 Kinder werden im Rahmen einer freiwilligen Ganztagsschule betreut.

Auch die Gebrauchtwarenbörse "Guddes" sei ein Erfolgsmodell, sie laufe seit 2008 sehr gut. Einen Großteil der Arbeit habe die Flüchtlingsbetreuung ausgemacht, hier habe jedoch mittlerweile die Gemeinde viele Arbeiten übernommen. Die ABG sei auf diesem Gebiet aber weiterhin bei der Ausstattung der Flüchtlinge und bei der Vermittlung von Deutschkursen im Boot. Leider fielen die Bürgerarbeitsplätze zum 30. Juni weg, mit denen die ABG Langzeitarbeitslosen in der Gebrauchtwarenbörse, auf den Friedhöfen, im Schwimmbad, auf der Kompostieranlage und im Wertstoffhof Arbeit verschafft hatte. Man werde nun versuchen, die wegfallenden Plätze über Ein-Euro-Jobs aufzufangen.

Häusle lobte auch ABG-Geschäftsführerin Kerstin Halladin, seit 15 Jahren an der Spitze. Die Erfolgsgeschichte der Gesellschaft sei ganz eng mit ihr verbunden. Birgit Huonker (Die Linke ) betonte: "Riegelsberg wäre ohne die ABG ein Stückchen ärmer." Ingbert Horn (SPD ) sagte, die ABG sei ein Vorzeigebeispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit. Er rief Geschäftsführerin und Mitarbeiter der Gesellschaft auf: "Gudd gemach, weiter so!" Stephan Müller-Kattwinkel (CDU ) stellte fest: "Dank der ABG schaut mittlerweile die ein oder andere Kommune auf Riegelsberg ."

Und Stephan Lehberger (Bündnis 90/Die Grünen) erinnerte daran, dass die Arbeiterwohlfahrt sowie einige Vereine aus der Nachmittagsbetreuung im Bereich der weiterführenden Schulen ausgeschieden seien. "Dass die ABG das weiterhin schafft, zeigt, dass die Haushaltsführung sehr gut ist."