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Schuh-Geschenk für Schüler
Gemeinderat als schuhverlässiger Helfer

Nein, nur keine Bange, die Grundschüler der Riegelsbeger Lindenschule mussten nicht wirklich seit Januar auf Socken rumrutschen, seit in Folge eines Brandschadens alle Hausschuhe entsorgt werden mussten. Wer sich inzwischen schon selbst neue Hausschuhe besorgt hat, kann die Schuh-Gutscheine, die es jetzt von der Gemeinde gibt, sicher auch anders nutzen.
Nein, nur keine Bange, die Grundschüler der Riegelsbeger Lindenschule mussten nicht wirklich seit Januar auf Socken rumrutschen, seit in Folge eines Brandschadens alle Hausschuhe entsorgt werden mussten. Wer sich inzwischen schon selbst neue Hausschuhe besorgt hat, kann die Schuh-Gutscheine, die es jetzt von der Gemeinde gibt, sicher auch anders nutzen. FOTO: picture-alliance/ dpa / Christian Hager
Riegelsberg. Nach Brand an der Lindenschule gibt’s nun 2000 Euro aus der Gemeindekasse für neue Hausschuhe der Grundschüler. Von Fredy Dittgen

In der Nacht zum 23. Dezember hat es unmittelbar am Eingang der Lindenschule gebrannt (die SZ berichtete). Das Feuer wurde vorsätzlich in Mülltonnen gelegt, die Tätergruppe konnte zwischenzeitlich ermittelt werden. Da sich der Qualm im ganzen Schulgebäude verteilt hatte, wurden alle Räume, Treppenhäuser und Flure in Mitleidenschaft gezogen.


Seit Weihnachten sind die Mitarbeiter der Verwaltung sowie beteiligte Fachfirmen damit beschäftigt, die Brandschäden zu beseitigen und die verrußten Räume und Flure zu reinigen. Dabei mussten jedoch alle dort befindlichen persönlichen Gegenstände der Schüler „entsorgt“ werden. Unter anderem auch die Hausschuhe der Schüler. Die Versicherung der Gemeinde sagt, dass die Eltern die beschädigten oder entsorgten Gegenstände über ihre private Haftpflichtversicherung regulieren müssen. Doch bei der Neuanschaffung der Hausschuhe möchten Bürgermeister Klaus Häusle und der Gemeinderat den Eltern mit einer Geste der Solidarität helfen: „Wir haben den Eltern versprochen, die Hausschuhe mit einem Zuschuss von 25 Euro pro Kind zu finanzieren“, sagte der Bürgermeister in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Häusle schlug dem Rat vor, dass die Gemeinde Gutscheine für die Hausschuhe an die betroffenen Eltern verteilt. Diese Gutscheine könnten dann im örtlichen Schuhhaus Dörr-Willms eingelöst werden. Sollten die Hausschuhe teurer als 25 Euro sein, müssten die Eltern den Restbetrag drauflegen. Nach Ablauf des Einlösezeitraums soll das Schuhhaus dann eine Gesamtrechnung an die Gemeindeverwaltung (abzüglich 20 Prozent Rabatt) schicken.

Bei maximal 100 betroffenen Schülerinnen und Schülern rechnet die Gemeinde mit einem Kostenrahmen von maximal 2000 Euro, der über den Haushalt gedeckt wird. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorschlag geschlossen zu.



Der Brand-Ruß hatte auch die Hausschuhe unbrauchbar gemacht.
Der Brand-Ruß hatte auch die Hausschuhe unbrauchbar gemacht. FOTO: Schule