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Gemeinde Riegelsberg bringt Hilfspaket gegen Corona-Folgen auf den Weg

Riegelsberg hilft Betrieben in Not : Corona: Weg für Hilfspaket ist frei

Gemeinde Riegelsberg geht mit Stundungen und Zuschüssen gehen die Krise an.

. Die Gemeinde Riegelsberg hat ein Hilfsprogramm auf den Weg gebracht. Es soll den örtlichen Gewerbetreibenden, Gastronomen und Schaustellern helfen, die Corona-Pandemie besser zu bewältigen. Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) stellte das Programm jüngst im Gemeinderat vor.

So stundet die Gemeinde bis Jahresende weiterhin auf Antrag Steuern. Die Gaststättenbetreiber müssen für Stühle im Freien keine Gebühren bezahlen und können ihre Außenflächen bei Bedarf erweitern. Mit dem Gewerbeverein werden regelmäßige Gesprächsrunden und ein „Wirtestammtisch“ eingeführt, um Probleme besprechen und Lösungen erarbeiten zu können.

Die Gaststätten können Musikprogramme anbieten, wenn sie Hygienevorschriften einhalten. Und „Kultur on Tour“ heißt eine Reihe von Veranstaltungen vor der Riegelsberghalle, im Rathaus, am Marktplatz, vor dem Seniorenwohnheim oder vor Lokalen.

Auf dem Kaufland-Areal zeigt ein Autokino einmal im Monat Filme für Kinder und Erwachsene. Mit den Vereinen entstand ein Kinderferienprogramm. Außerdem sollen Schausteller Karussells oder Kirmesbuden aufstellen dürfen.

Nicht zuletzt will die Gemeinde die Riegelsberger Firmen und Unternehmen finanziell unterstützen. Wie Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) erklärte, steht dafür ein Verfügungsfonds aus dem Projekt „Aktive Zentren“ bereit. Wenn Betriebe oder Unternehmen Ausgaben für Marketingmaßnahmen haben, können sie finanzielle Unterstützung aus diesem Fonds beantragen, sagte Häusle.

Das nun vorliegende Hilfsprogramm sei keine abgeschlossene Sache. „Wenn es Ideen oder Ergänzungen gibt, werden wir sie nach Möglichkeit einarbeiten“, sagte Häusle. Die Ratsfraktionen, die im Mai ein solches Programm mit verschiedenen Anträgen auf den Weg gebracht hatten, waren von dem Paket begeistert. „Es gefällt uns sehr gut, geht uns aber noch nicht weit genug. Wir wollen auch Verkaufsstände an verschiedenen Orten aufstellen lassen, das sind immer Anziehungspunkte, da ist immer viel los“, sagte Frank Schmidt (SPD). Stephan Müller-Kattwinkel (CDU) erklärte, das Hilfsprogramm beweise, dass Rat und Verwaltung die Sorgen der Gewerbetreibenden ernstnehmen und alles tun, um Unterstützung zu leisten.

Joachim Schild-Schröder (Linke) regte an, die von der Krise schwer betroffenen Reisebüros zu unterstützen. Sie fehlten noch im vorliegenden Programm. Und René Selzer (AfD) betonte: „Wir müssen darauf achten, dass kein Riegelsberger Unternehmen wegen der Coronazeit Schiffbruch erleidet.“