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Geld gehört nicht in die Gefriertruhe

Geld gehört nicht in die Gefriertruhe

Köllertal. Am Allerheiligen-Sonntag haben Einbrecher in der Rösselwies in Püttlingen ein Einfamilienhaus regelrecht auf den Kopf gestellt. Die Tat ereignete sich irgendwann zwischen 16 und 20 Uhr. Die Bewohner waren nicht da, die Täter drangen über ein Terrassenfenster ein und nahmen Schmuck an sich und richteten dadurch hohen Schaden an

Köllertal. Am Allerheiligen-Sonntag haben Einbrecher in der Rösselwies in Püttlingen ein Einfamilienhaus regelrecht auf den Kopf gestellt. Die Tat ereignete sich irgendwann zwischen 16 und 20 Uhr. Die Bewohner waren nicht da, die Täter drangen über ein Terrassenfenster ein und nahmen Schmuck an sich und richteten dadurch hohen Schaden an.

Bereits am Vortag war in ein Haus in der Heusweiler Schillerstraße eingebrochen worden. In beiden Fällen machten sich die Einbrecher die vorübergehende Abwesenheit der Bewohner in der Abenddämmerung zunutze. Die Anwesen waren dunkel, so dass die Täter davon ausgehen durften, ungestört zu sein - zumindest ein paar Minuten. Sie suchen erfahrungsgemäß nur nach Geld und Schmuck und halten sich nicht mit sperrigem Diebesgut wie Fernseher oder Gemälden auf.

Jürgen Weyland, der Leiter des Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Köllertal, appellierte gestern aus aktuellem Anlass an die Bevölkerung, Häuser und Wohnungen beim Verlassen gründlich zu verschließen. Fenster dürften nicht aufgekippt sein. Garagentore sollten ebenfalls geschlossen werden. Wer Licht brennen lasse, erzeuge den Eindruck, dass das Haus bewacht sei. Steighilfen wie Leitern und Mülltonnen sollten nicht frei zugänglich aufbewahrt werden.

Wertsachen und große Geldbeträge gehörten in Safes oder Bankschließfächer und nicht zwischen die Bettwäsche oder ein vermeintlich gutes Versteck wie die Tiefkühltruhe. Weyland: "Es gibt keinen hundertprozentig sicheren Aufbewahrungsort, den ein gewiefter Täter nicht auch findet." Jürgen Weyland erinnerte an gute Erfahrungen aus den Vorjahren, wo durch Vorbeugen und aktive Nachbarschaftshilfe etwa ein Drittel aller Einbrüche im Versuchsstadium stecken blieben. Entweder scheiterten die Täter an sicheren Türen und Fenstern oder fühlten sich durch Nachbarn beobachtet. Die Köllertaler Bevölkerung war in dieser Hinsicht besonders vorbildlich.

Der Hauptkommissar bat im Gespräch mit unserer Zeitung erneut darum, in Wohngebieten auf fremde Fahrzeuge und Personen zu achten, vor allem auf bettelnde Kinder, die zum Auskundschaften losgeschickt würden. Gern versuchten Einbrecher auch durch Kontrollanrufe herauszufinden, ob jemand im Haus sei. Solche Beobachtungen sollten umgehend der Polizei mitgeteilt werden. Weyland: "Ein Anruf zuviel ist besser als einer zu wenig."