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Walpershofen
Bürgertreff in ehemaliger Sparkasse?

Die ehemalige Sparkassenfiliale in Walpershofen, die nur noch eine Automaten-Kasse (im Vorraum) ist. Wird das Haus zum Bürgertreff? 
Die ehemalige Sparkassenfiliale in Walpershofen, die nur noch eine Automaten-Kasse (im Vorraum) ist. Wird das Haus zum Bürgertreff?  FOTO: Fred Kiefer
Walpershofen. Riegelsberger Bürgermeister Klaus Häusle will das Gebäude kaufen und zur Anlaufstelle für Walpershofen machen. Von Michael Emmerich

Wenn an diesem Dienstag ab 18 Uhr in der Köllertalhalle bei einer Bürgerversammlung über die Zukunft Walpershofens diskutiert wird, geht es auch um eine Idee des Riegelsberger Bürgermeisters Klaus Häusle. Der SPD-Mann hat vor, in der ehemaligen Sparkassenfiliale einen Bürgertreff einzurichten. Insbesondere für Senioren solle das zentral gelegene Gebäude zur Anlaufstelle werden, meint Häusle. Bis es soweit ist, müssten aber noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden.


Vor einem Jahr hatte die Sparkasse Saarbrücken die Beratungsräume in Walpershofen aufgegeben und nur noch den Automatenbereich in Betrieb gelassen. Über ihre Tochter S-Pro-Finanz will die Sparkasse Saarbrücken die Immobilie verkaufen, als Verhandlungsbasis werden im Internet 198 000 Euro genannt. Das 1972 gebaute Anwesen verfüge über eine Gesamtfläche von 125 Quadratmeter, Gas-Zentralheizung und acht Stellplätze. Häusle berichtet, er habe umgehend Gespräche mit der Sparkasse aufgenommen und gebeten, die Gemeinde bei der Vermarktung nicht zu übergehen. Parallel arbeite er mit Vertretern des Regionalverbandes an einer zukunftsweisenden Nutzung des Hauses, fügt der Bürgermeister hinzu.

Eine solche könnte in seinen Augen so aussehen: attraktive Angebote vor Ort mit möglichst täglichen Öffnungszeiten; ein Café, eventuell auch gelegentlicher Mittagstisch; Fahrdienste für zentrale Angebote und zentrale Begegnungsstätten aufbauen; Weiterentwicklung von mobiSaar, einem Lotsendienst für ältere Leute; Beratungsangebote mit für Senioren wichtigen Themen integrieren (Seniorenberatung des Regionalverbandes, Pflegestützpunkte); Aufbau eines Seniorenbesuchsdienstes; kleinere kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen.



Sollte die Gemeinde mit der Sparkasse ins Geschäft kommen, rechnet Häusle damit, dass die Kaufsumme zu zwei Drittel aus dem Städtebauförderprogramm Stadt Grün gefördert wird. „Zustimmende Signale“ aus dem Innenministerium gebe es bereits. Darüber hinaus müssten eventuell notwendige Umbauten über Landesprogramme (Förderung nachhaltiger Dorfentwicklung) finanziert werden, sagt Häusle. Im Gegenzug würde die Sparkasse Pacht für die Nutzung des Automatenraumes zahlen, der offen bleiben soll.

Bleibt die Frage des Betreibers. Der müsse den Bürgertreff für die Gemeinde möglichst kostenneutral mit Kräften des Job-Centers und mit finanzieller Unterstützung des Regionalverbandes führen. Häusle: „Dies wäre in Kooperation mit unserer Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft (ABG) denkbar.“

Sollte dies alles geklärt werden, will Häusle das Gesamtkonzept einschließlich Finanzierung und Kauf des Sparkassen-Gebäudes dem Riegelsberger Gemeinderat zur Entscheidung vorlegen. „Ich hoffe, noch in diesem Winter“, sagt Häusle. Der Gemeinderat habe übrigens im Dezember 2017 ein Konzept zur Seniorenarbeit einstimmig beschlossen und die Verwaltung mit der weiteren Ausgestaltung beauftragt.

Die Walpershofer Sparkassenfiliale (im roten Kreis) ist heute nur noch eine Automatenbank. Die leerstehenden Räume könnten jedoch zum Treffpunkt für die Bürger werden. Das Haus liegt zentral in der Ortsmitte, die Saarbahn hält ganz in der Nähe..
Die Walpershofer Sparkassenfiliale (im roten Kreis) ist heute nur noch eine Automatenbank. Die leerstehenden Räume könnten jedoch zum Treffpunkt für die Bürger werden. Das Haus liegt zentral in der Ortsmitte, die Saarbahn hält ganz in der Nähe.. FOTO: BeckerBredel
Bürgermeister Klaus Häusle
Bürgermeister Klaus Häusle FOTO: Fred Kiefer
Die Walpershofer Sparkassenfiliale (im roten Kreis) ist heute nur noch eine Automatenbank. Die leerstehenden Räume könnten jedoch zum Treffpunkt für die Bürger werden. Das Haus liegt zentral in der Ortsmitte, die Saarbahn hält ganz in der Nähe..
Die Walpershofer Sparkassenfiliale (im roten Kreis) ist heute nur noch eine Automatenbank. Die leerstehenden Räume könnten jedoch zum Treffpunkt für die Bürger werden. Das Haus liegt zentral in der Ortsmitte, die Saarbahn hält ganz in der Nähe.. FOTO: BeckerBredel