Freude an Technik und Architektur

Er entwirft Heizungsanlagen und vieles mehr: Steven Klein aus Riegelsberg ist der landesbeste Auszubildende als Technischer Systemplaner in der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik.

Die Berufsbezeichnung "Technischer Systemplaner" ist noch recht neu, der Beruf selbst genaugenommen nicht, denn bis 2011 sagte man noch "Technischer Zeichner" (allerdings unter etwas anderen Voraussetzungen). Als Technischer Systemplaner kann nicht nur Steven Klein, sondern auch sein Ausbildungsbetrieb, die KreaNovus Klahm GmbH, stolz sein. Denn Ende vorigen Jahres wurde der 27-jährige Riegelsberger als landesbester Auszubildende in dem Beruf "Systemplaner für Versorgungs- und Ausrüstungstechnik" von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und der IHK Saarland geehrt.

Seine Neugier für den Beruf des Systemplaners, so schildert er, entwickelte sich erst kurz nach seinem Realschulabschluss: "Das Interesse an der Architektur und Technik entstand in der Zeit auf der Fachoberschule Design, die ich nach meiner Mittleren Reife besuchte. Die Ästhetik der Gebäude faszinierte mich aber schon immer."

Seine dreijährige Ausbildung absolvierte der 27-Jährige bei der KreaNovus Klahm GmbH in St. Ingbert, die sich auf das Erstellung von Energiekonzepten und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen spezialisiert hat.

"Die Aufgabenfelder sind sehr abwechslungsreich. Ich half unter ´anderem bei der Entwicklung von Plänen für die Haustechnik, schrieb Leistungsverzeichnisse und prüfte Rechnungen", so der Riegelsberger, der aber am meisten Spaß daran fand, Pläne zu zeichnen und Lösungen für anfallende Probleme zu finden.

Der enge Bezug zur Materie während seiner Lehre half ihm, seine Arbeit schnell zu verstehen: "Dadurch, dass ich so eng in die Arbeit mit eingebunden wurde, brauchte ich für Prüfungen auch nicht mehr viel zu Hause zu machen. Die Schule bereitete uns ebenfalls gut vor", erzählt Klein.

Den Arbeitsauftrag, den er für seine praktische Prüfung zu erledigen hatte, fiel dem mittlerweile Ausgelernten ebenfalls leicht: "Ich wählte den Fachbereich Heizung. Dafür musste ich für ein Büro eine Anlage für Fußbodenheizung und einen Heizkörper planen und das präsentieren." Die Prüfung meisterte er nun so gut, dass er sich mit seiner Abschlussnote gegen die anderen Absolventen durchsetzen konnte.

Nach seiner Ausbildung wurde der Systemplaner fest von seiner Ausbildungsfirma übernommen und wird seit Oktober mit der Technikerschule weiter gefördert.

Sein erlerntes Wissen gibt der Riegelsberger auch gerne an sein Kind weiter: "In meiner Freizeit spiele ich liebend gerne mit meinem einjährigen Sohn Samuel auf dem Spielplatz und im Garten. Und auch wenn er noch nicht wirklich versteht, was ich sage, erkläre ich ihm immer etwas über Technik", so der Vater, der außerdem gerne Romane von Dan Brown liest.

Zum Thema:

Hintergrund Systemplaner: Der Technische Systemplaner ist seit dem 1. August 2011 ein in Deutschland staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Er ersetzt den Ausbildungsberuf Technischer Zeichner, dessen Ausbildungsvorschriften aus dem Jahr 2000 als veraltet galten. Die frühere Fachrichtung "Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik" ist heute Bestandteil der Fachrichtung "Versorgungs- und Ausrüstungstechnik". Mit dieser Fachrichtung, in der es vielfältige Aufgaben zu bewältigen gilt, kann man zum Beispiel Arbeit in Konstruktions- oder Planungsbüros finden, die sich mit Gebäude- und Anlagentechnik befassen. Weitere Fachrichtungen sind "Stahl- und Metallbautechnik" und "Elektrotechnische Systeme" (früher "Elektrotechnik"). Eine artverwandte Ausbildung wie die zum Technischen Systemplaner ist die zum Technischen Produktdesigner, in der die früheren Fachrichtungen "Holztechnik" sowie "Maschinen- und Anlagentechnik " enthalten sind. red