1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Riegelsberg

Frauen des FC Riegelsberg top gerüstet für den Start

Gestärkt in die Frauen-Regionalliga : Riegelsberg ist top gerüstet für den Start

Mit guten Testspiel-Ergebnissen im Rücken startet das Team von Trainerin Melanie Klein sehr optimistisch in die Frauen-Regionalliga.

Der 10:0-Erfolg im Saarlandpokal-Finale gegen den Ligakonkurrenten SV Göttelborn, der mit seiner zweiten Mannschaft antrat (wir berichteten), war für die Fußballerinnen des Regionalligisten 1. FC Riegelsberg das Sahnehäubchen auf eine gute Vorbereitung. „Die Mädels sind richtig gut drauf“, berichtet Trainerin Melanie Klein. Das zeigten zuletzt auch die Ergebnisse der Freundschaftsspiele. Unter anderem gab es einen 3:2-Erfolg gegen Zweitligist 1. FC Saarbrücken. „Da war eigentlich vor allem in der zweiten Halbzeit kein Klassenunterschied zu erkennen“, sagt die Übungsleiterin stolz, „auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war, puscht so ein Sieg die Mannschaft natürlich.“

Richtig ins Schwärmen gerät Melanie Klein auch, wenn sie nach ihren ersten Eindrücken von den Riegelsberger Neuzugängen Christina Ehl (1. FC Saarbrücken), Sina Kirschner (Göttelborn) und Lisa Wagner (SG Fidei) gefragt wird. Vor allem von Christina Ehl, die jahrelang Stamm-Torhüterin beim 1. FC Saarbrücken in der 1. und 2. Liga war, ist die Trainerin begeistert: „Christina ist eine wahnsinnige Bereicherung für uns. Mit ihr stehen wir defensiv viel stabiler. Sie ist stark auf der Linie und stark im Spielaufbau. Zudem passt sie auch menschlich perfekt zu uns, darauf lege ich bei Verpflichtungen immer großen Wert.“

In das Suchraster sportliche Verstärkung und menschliche Bereicherung würden aber auch Sina Kirschner und Lisa Wagner passen: „Lisa und Sina erhöhen unser spielerisches Niveau noch einmal um eine Hausnummer. Zudem haben wir mit ihnen jetzt richtig Konkurrenzkampf im Training.“ Den sollte ursprünglich eigentlich auch noch die von Verbandsligist FFC Dudweiler geholte Offensivspielerin Kira Roob erhöhen. Doch die 27-Jährige wird Riegelsberg vermutlich die gesamte Saison über fehlen, da sie sich einer Schulter-Operation unterziehen muss. Zudem wird Spielführerin Sandra Enz bis nach der Winterpause nicht auf dem Feld stehen, da sie Nachwuchs erwartet. Ansonsten hat Riegelsberg vor dem Ligaauftakt aber alle Spielerinnen an Bord.

Der 1. FC bestreitet sein Auftaktspiel zur neuen Saison erst am 20. September zu Hause gegen den SC Bad Neuenahr. Eigentlich hätte zunächst bereits am kommenden Sonntag ein Auswärtspiel beim SC Siegelbach auf dem Spielplan gestanden. Doch Siegelbach hatte darum gebeten, dass das Spiel verlegt wird, da der Elf am 13. September ihre etatmäßige Torhüterin nicht zur Verfügung steht, und dieser Bitte wurde kurzfristig entsprochen. So steht das Spiel gegen Siegelbach nun erst am Freitag, 25. September, um 19.30 Uhr auf dem Programm.

Doch unabhängig vom Starttermin hat sich Riegelsberg für die neue Spielzeit einiges vorgenommen: „Wir waren letzte Saison Vierter. Das wollen wir steigern“, verrät Melanie Klein und ergänzt: „Wenn wir unter die ersten Drei kommen würden, wäre das super.“ Auf dem Weg dorthin gibt es aber erst Mal ein „Etappenziel“ – das Erreichen der Aufstiegsrunde.

Die Regionalliga Südwest der Frauen spielt wegen des Corona-bedingten späteren Saisonbeginns diesmal keine klassische Hin- und Rückspiel-Runde. Stattdessen werden die 15 Teams der Liga nach der Vorrunde in eine Auf- und eine Abstiegsrunde eingeteilt. Die besten sieben Teams der ersten Halbserie kämpfen um den Sprung in die 2. Liga. Die letzten acht spielen eine Abstiegsrunde.

In beiden Runden treten die Mannschaft dann gegen die Gegner, gegen die sie in der Vorrunde auswärts gespielt haben, nur noch zu Hause an – und gegen die Gegner, gegen die sie bereits ein Heimspiel absolviert haben, nur noch auswärts. Die Punkte, die in der Vorrunde gegen die Gegner aus Auf- oder Abstiegsrunde gesammelt wurden, werden übernommen.

Dieser Modus könnte zu kuriosen Konstellationen führen. „Es ist zum Beispiel theoretisch möglich, dass wir in der Aufstiegsrunde nur Heim- oder nur Auswärtsspiele hätten“, erklärt die Trainerin. Dennoch kann sie mit dem Modus gut leben: „Es ist wohl die beste Lösung.“ Englische Wochen seien in der Frauen-Regionalliga kaum möglich, „und wir können ja nicht bis Ende August des nächsten Jahres spielen“.