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Start ins Jubiläumsjahr
Feierlaune im „Las Vegas des Köllertals“

Der Riegelsberger Bürgermeister Klaus Häusle (links) bei seiner Neujahrsansprache in der Walpershofer Köllertalhalle.    
Der Riegelsberger Bürgermeister Klaus Häusle (links) bei seiner Neujahrsansprache in der Walpershofer Köllertalhalle.    FOTO: BeckerBredel
Walpershofen. Mit dem Neujahrsempfang der Gemeinde beginnen die Feiern zum 725-jährigen Bestehen Walpershofens. Von Fredy Dittgen

Der Neujahrsempfang der Gemeinde Riegelsberg stand diesmal unter dem Zeichen 725 Jahre Walpershofen. „Deshalb findet er auch erstmals in Walpershofen statt“, betonte Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) in der sehr gut besuchten Köllertalhalle. Gut besucht war die Halle auch deshalb, weil Walter Brandstetter eine Bilderausstellung organisiert hatte, in der über 240 historische Fotos von Walpershofen zu bewundern waren (Bericht folgt). Häusle blickte in seiner Neujahrsansprache auf „ein ereignisreiches Jahr 2017“ zurück und ging dabei sowohl auf politische und gesellschaftliche als auch auf erfreuliche Ereignisse im Land und in der Welt ein. 2018 nannte Häusle „ein Jahr, das große Herausforderungen mit sich bringt“. Hauptthemen dabei seien die anstehende Regierungsbildung, die herrschende soziale Ungerechtigkeit und die Situation der Flüchtlinge. Bestimmende Riegelsberger Themen in diesem Jahr seien die Kindergartensituation („Unser Anspruch muss es sein, dass jedes Kind einen Kindergartenplatz bekommt“), die Nachmittagsbetreuung („Wir müssen an der Pflugscheid- und der Ellerschule erweitern und werden dafür auch Geld in den Haushalt einstellen“), die weitere Sanierung der Ortskerne („Der Stumpen ist ein gut funktionierendes Zentrum, und wir wollen dafür sorgen, dass er das auch bleibt“), die Seniorenarbeit („Es gilt, die Bereiche Teilhabe, Mobilität und Nahversorgung anzugehen. Das sind wir den Senioren für ihre geleistete Arbeit schuldig“), die Kultur („Riegelsberg bietet ein qualitativ sehr hoch angelegtes Angebot, das werden wir fortführen“) und das Ehrenamt („Wir müssen den Ehrenamtlern nicht nur Anerkennung und Dank aussprechen, sondern auch finanziell etwas zurückgeben“). Häusle setzte sich und der Verwaltung hohe Ziele: „Mein Anspruch ist es, dass Riegelsberg Probleme anpackt und Akzente setzt. Die Umlandkommunen sollen anerkennend auf uns gucken.“ Der Walpershofer Ortsvorsteher Werner Hund (CDU) betonte, dass 2018 ein ganz besonderes Jahr für Walpershofen wird. Das 725-jährige Bestehen werde ein ganzes Jahr lang gefeiert. Hund nannte die Höhepunkte: der Fastnachtsumzug am 11. Februar wird auf das Thema 725 Jahre Walpershofen ausgerichtet. Am 23. Februar wird das neue Jahrbuch Walpershofen vorgestellt, das dem Jubiläum großen Raum widmet. Das Bachspektakel am 4. August wird das Hauptevent der Feiern. Zudem wird im Laufe des Jahres ein Film vorgestellt, den Walter Brandstetter anlässlich des 700-jährigen Bestehens gedreht hatte. Weitere Veranstaltungen, unter anderem eine Wrestlingshow, runden das Programm ab. Weil Walpershofen so ausgelassen feiert, zog Hund einen gewagten Vergleich: „Walpershofen ist das Las Vegas des Köllertals.“



Geehrt wurden Otwin Darm, Walter Brandstetter und Werner Hund. Weil sie maßgeblich an der Organisation der 700-Jahr-Feier beteiligt waren, gab’s Geschenke von der Gemeinde. Auch Günter Reineck, der am Neujahrsempfang nicht teilnehmen konnte, und die verstorbenen Claus Theres und Klaus Fassbender waren 1993 Hauptorganisatoren der Jubiläumsfeier.