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Da-Vinci-Schule, Abschied I
Fast wie bei einer Oscar-Verleihung

Ein besonderer Tag: Die Absolventen der Klassenstufe 10 aus der Riegelsberger Gemeinschaftsschule erhielten ihre Abschlusszeugnisse.
Ein besonderer Tag: Die Absolventen der Klassenstufe 10 aus der Riegelsberger Gemeinschaftsschule erhielten ihre Abschlusszeugnisse. FOTO: Fredy Dittgen
Walpershofen. Abschied und Neubeginn: An der Riegelsberger Leonardo-da-Vinci-Schule feierten die Schüler den bestandenen Abschluss. Von Fredy Dittgen

Es war fast wie bei einer Oscar-Verleihung, als die Zehnerklassen der Riegelsberger Leonardo-Da-Vinci-Gemeinschaftsschule in der Köllertalhalle ihren Schulabschluss feierten. 45 Schülerinnen und Schüler in atemberaubenden Kleidern und feinem Zwirn schwebten, von feierlicher Musik begleitet, paarweise über einen roten Teppich zur Bühne. Frenetisch beklatscht vom großen Publikum. An eine Oscar-Verleihung erinnerte später auch ein Programmpunkt, als die Absolventen mit selbst gebastelten, goldenen Pappmaché-Oscarn ihren sozialsten, ihren härtesten, ihren ehrlichsten und ihren coolsten Pauker ehrten. Auch Schulleiter Günter Engel nahm in seiner Festrede indirekt Bezug auf eine Oscar-Verleihung als er sagte: „Ich bin stolz wie Oskar, dass ihr das geschafft habt.“ Stolz war er, weil alle 45 Schülerinnen und Schüler ihre Abschlussprüfungen an der Leonardo-Da-Vinci-Schule bestanden hatten – und das, obwohl das Lehrerkollegium bei manchen Schülern im Dezember durchaus noch skeptisch gewesen sei. „Aber ihr habt nicht nachgelassen, an euch zu glauben. Ihr habt zielstrebig auf den Abschluss hingearbeitet und euch ins Zeug gelegt“, so der Schulleiterl.


Nun werden neue Lebenswege eingeschlagen: 21 Absolventen werden auf eine Fachoberschule wechseln oder über eine Berufsausbildung Karriere machen. 24 können in die Oberstufe eintreten und so das Abitur anstreben. „Interessant dabei ist, dass wieder sehr viele, die in die Oberstufe gehen und Abitur machen werden, in Klasse vier gar keine gymnasiale Empfehlung hatten. Das zeigt, dass es nie zu spät ist, ein guter Schüler zu werden“, betonte Engel.

Er ging in seiner launischen Ansprache auch auf die Social-Media-Generation ein: „Ureinwohner des Internets“, nannte er die jungen Leute von heute. Und er erinnerte sie daran, nicht zu vergessen, auch echte soziale Kontakte zu pflegen: „Kommuniziert mit euren Freunden nicht nur über die digitale Welt. Lernt weiterhin, direkt mit dem anderen zu sprechen, von Angesicht zu Angesicht, schaut auch mal dem Anderen in die Augen beim Gespräch. Nutzt eure Sinne, um die Welt zu erkunden.“ Vielleicht würden sich einige später daran erinnern „wie gut es in Riegelsberg war, wo wir noch leibhaftige Lehrer hatten, über die wir uns ärgern und freuen konnten“.



Als Moderatoren führten Selina Britten und Nico Schug durch den Abend. Carolina Denisenko und Moritz Dury erinnerten in ihrer Festrede an zehn Jahre Schulzeit in Riegelsberg, Jule Meyer würdigte in einem Sketch den beliebtesten Klassenlehrer, Emily Probst sorgte mit einer Videopräsentation für angenehme Erinnerungen an Feste und Klassenfahrten, und die Schulband Awkwardly Satisfying begeisterte mit Heavy-Metal-Rock.

Besondere Ehrungen gab es zudem für die Klassenbesten: aus der 10a für Paul Fischer und aus der 10b für Luca-Catherina Pinger.