EVS eröffnete Wertstoff-Zentrum

Während sich die Gäste des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) bei der Vorstellung des neuen Wertstoff-Zentrums noch Rostwurst und Bier schmecken ließen, klotzten nebenan die Mitarbeiter der Anlage bereits ran, um den Andrang der Müll-Anlieferer zu bewältigen.

Walpershofen. Genau sechs Monate nach Beginn der Bauarbeiten hat der Entsorgungsverband Saar (EVS) am Samstag mit Musik, Grillwürsten, Bier und dem Umweltkasper sein neues Wertstoff-Zentrum Köllertal vorgestellt. Neben den Honoratioren aus den drei Gemeinden des Zweckverbandes, Riegelsberg, Püttlingen und Heusweiler, wollten auch viele Bürger die neue Anlage sehen und testen. Nach Angaben von Bernd Zimmer, Leiter des Zentrums, hat Mitarbeiter Martin Paulußen zwischen 12 und 16 Uhr mehr als 300 Müll-Anlieferer gezählt. Da nur 12 bis 15 Fahrzeuge auf einmal eingelassen werden, gab es vor dem Eingangstor Rückstaus bis zur Kreuzung Am Mühlengarten/Russenweg.EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker sprach in seiner Begrüßung von einem erwarteten Anstieg der Anlieferungen von 300 auf 400 pro Woche, also einer deutlichen Steigerung infolge der Optimierung des Angebots. "Die befahrbare Rampe ist das besondere Kennzeichen der EVS-Konzeption für alle Wertstoff-Zentren. Sie ermöglicht ein bequemes und rückenschonendes Entladen der Autos und Anhänger", erklärte Ecker. Bernd Zimmer ist sicher, dass er und seine Mitarbeiter dank des neuen Konzeptes weniger Arbeit haben als zuvor. Im Vergleich zu dem an gleicher Stelle angelegten alten Wertstoffhof wurde die neue Anlage um 400 auf nun 2600 Quadratmeter erweitert.

Die Container und Boxen sind übersichtlich aufgestellt, so dass jedermann seinen Müll bequem loswerden kann. Die Kosten bleiben laut Ecker im Rahmen der veranschlagten Summe von 450 000 Euro. Vorläufig sollen auch die Öffnungszeiten nicht verändert werden. Riegelsbergs Bürgermeister Klaus Häusle, Chef des Zweckverbandes Köllertaler Wertstoff-Zentrum, lobte die gute Zusammenarbeit beim Bau der Anlage zwischen seiner Verwaltung und dem EVS mit den Worten: "Wir waren stets in die Planung eingebunden. Die Leitung und Betriebsführung ist in den Händen von Kerstin Müller-Kattwinkel, Joachim Maurer, Heike Steimer, Alexandra Geier, Bernd Zimmer und Martin Paulußen gut aufgehoben." Da die beiden fest angestellten Mitarbeiter vor Ort die Arbeit jedoch nicht alleine bewältigen können, werden ihnen regelmäßig Arbeitskräfte mit einer Mehraufwandsentschädigung zur Seite gestellt.

Der geschäftsführende Umweltminister und Chef der Staatskanzlei, Andreas Storm, bemerkte in seiner Rede, die Investition in die neue Anlage sei "gut angelegtes Geld". Die EVS-Wertstoffzentren würden dazu beitragen, das Restmüllaufkommen im Saarland zu reduzieren und damit dem Bundesdurchschnitt anzupassen.