Es waren einmal neun Windräder . . .

Es waren einmal neun Windräder . . .

Neun, vier, drei, zwei - demnächst eins und schließlich keins? Der geplante Windpark Fröhn zwischen Riegelsberg und Holz schrumpft zusehends. Als der Investor RAG Montan Wind im Mai 2014 in der Riegelsberghalle seine Pläne vorstellte, war von drei oder vier Windrädern die Rede, abhängig vom Mindestabstand zur nächsten Wohnbebauung. An jenem Abend erinnerte der Riegelsberger Bürgermeister Klaus Häusle (SPD ) an die ursprüngliche Planung, als man von neun Windkraftanlagen im Fröhner Wald ausgegangen war. Während einige schon diesen Rückgang als Erfolg feierten, blieben andere bei ihrem kategorischen Nein. Bürgerinitiativen oder Vereine formulierten das Ziel, den Windpark Fröhn zu verhindern.

Diese Woche sprachen Gegner des Projektes von einem Etappensieg für die Bürger aus Heusweiler und Riegelsberg. Anlass: Das Umweltministerium kippte einen der drei Anlagen-Standorte, weil das Windrad in einem Altholzbestand stehen würde. Und damit blieben nur noch zwei Windräder im Fröhner Wald - wenn überhaupt. Der Verein "Fröhner Wald - für Mensch und Natur" meint, es sei an der Zeit, dass die RAG Montan Wind das Projekt Windkraft im Fröhner Wald offiziell beende.

Unterstützung kommt von den Linken im Riegelsberger Gemeinderat. Fraktionsvorsitzende Birgit Huonker , um markige Worte nie verlegen, prangert "das selbstherrliche Vorgehen der RAG Montan Wind gegenüber den gewählten Gemeinderäten sowie gegenüber der Riegelsberger Verwaltung" an und fordert, "das Experiment im Fröhner Wald jetzt endlich zu beenden". Die verbliebenen zwei Windräder würden "das Weltklima nicht retten, dafür aber den wunderschönen Fröhner Wald zerstören", meint Huonker. Enden die Pläne für den Windpark Fröhn also als Luftnummer?

Abwarten, Investor RAG Montan Wind gibt nicht so schnell auf, wie Geschäftsführer Rudolf Krumm durchblicken ließ. Das Thema wird uns wohl noch länger beschäftigen.