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Erinnerung an das jüdische Leben in Riegelsberg

Blick in die Vergangenheir : Erinnerung an das jüdische Leben in Riegelsberg

„Erinnerung und Vergewisserung“ – unter diesem Leitwort laden das Aktionsbündnis Stolpersteine für Riegelsberg und die Evangelische Kirchengemeinde Güchenbach in Riegelsberg am Mittwoch, 10. November, 15 Uhr, zu zwei Vorträgen mit Klezmermusik in die evangelische Kirche Riegelsberg ein (Ecke Buchschacher Straße/Kirchstraße).

Anlass ist das Gedenkjahr 2021: „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, denn seit dem Jahr 321 ist – durch ein Dekret Kaiser Konstantins für Köln – jüdisches Leben in jener Region Europas verbürgt, aus der viele Jahre später Deutschland werden sollte.

„Dies ist auch für uns ein Anlass, der Geschichte des Judentums, seines reichen kulturellen und religiösen Erbes und der vielen Versuchen, es auszulöschen und zu bedrohen, zu gedenken“, erklärt Pfarrer Tobias Kaspari und ergänzt: „Solche Erinnerung schafft Vergewisserung der eigenen Identität, die ohne die jüdische nicht denkbar ist.“

Monika Jungfleisch vom Aktionsbündnis Stolpersteine wird über das jüdische Leben in Riegelsberg und die deportierten Familien berichten, für die Stolpersteine verlegt werden konnten. Pfarrer Tobias Kaspari stellt den Beitrag des Judentums für das kulturelle und religiöse Leben in Geschichte und Gegenwart vor. Das Klarinette-Bass-Trio unter Leitung von Armin Ziegler wird Klez­mer-Musik spielen.

Im Anschluss an den etwa einstündigen Termin gibt es einen wiedrum etwa einstündigen Empfang im Gemeindehaus. Dabei wird auch ein Gewürzkuchen nach einem Rezept von Amanda Salmon gereicht, einer jüdischen Bürgerin, die in der Riegelsberger Kirchstraße gelebt hatte, jedoch deportiert und ermordet wurde. Es gilt die 3-G-Regel.