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Entsorgungsverband Saar verteidigt Baumfällen in Riegelsberg

EVS verweist auf Verkehrssicherungspflicht : Verband verteidigt Baumfällung in Riegelsberg

An der Dörschbachbrücke in Riegelsberg, zwischen Parkplatz Russenweg und Überhofer Straße, wurden jüngst mehrere Bäume gefällt. Darauf machten die Riegelsberger Grünen aufmerksam. Mehrere Bürger hätten sich an sie gewandt mit der Auffassung, dass das Fällen der Bäume nicht zulässig gewesen sei.

„Nach Art der Bäume und deren Stammumfang (bis zu zwei Meter) fallen sie unter die Baumschutzsatzung der Gemeinde“, sagt Stephan Lehberger (Grüne).

Das Gelände und die Bäume gehören dem Entsorgungsverband Saar (EVS). Elisabeth Bächle, beim EVS für Ökologie und Landschaftspflege zuständig, sagte, der EVS habe die Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt. Nach dem Sturm „Sabine“ seien einige Fichten „angeknickt“ gewesen und drohten umzufallen. „Das war hochproblematisch, denn die Bäume standen neben einem Parkplatz und einer Bushaltestelle. Wir mussten Maßnahmen ergreifen, denn als Eigentümer hat der EVS die Verkehrssicherungspflicht“, sagt Bächle. Neben fünf bis sechs Fichten, die gefällt wurden, ließ der Verband am Bachlauf des Dörschbachs mehrere Weiden und Erlen zurückschneiden. „Sie hatten Trockenäste und Zwiesel (Baumgabelungen) gebildet“, erklärt Bächle. An den Zwieseln könne Feuchtigkeit in den Baum eindringen, Fäulnis verursachen und bei Frost zu Sprengungen führen. Um das zu verhindern, wurden die Bäume zurückgeschnitten. Bächle versichert, dass die Bäume in diesem Jahr wieder austreiben würden. Sie stehe hinter der Baumfällaktion: „Hier geht die Verkehrssicherungspflicht vor. Wenn ein Baum umstürzt und jemanden trifft, ist das Geschrei viel größer.“ Weitere Bäume würden nicht gefällt.