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Kita Buchschachen über 2019 hinaus gesichert
Knappe Kita-Plätze zeigen Auswirkung

Noch 2016 musste an der Kita Buchschachen, wegen neuer Brandschutzrichtlinien, eine neue Fluchttreppe mit „Einhausung“ angebaut werden, die dann mit farbigen Kreisen etwas aufgehübscht wurde. ⇥Foto: Iris Maurer
Noch 2016 musste an der Kita Buchschachen, wegen neuer Brandschutzrichtlinien, eine neue Fluchttreppe mit „Einhausung“ angebaut werden, die dann mit farbigen Kreisen etwas aufgehübscht wurde. ⇥Foto: Iris Maurer FOTO: Iris Maria Maurer
Riegelsberg. Die Kita-Plätze in Riegelsberg werden knapp. So beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Kita Buchschachen – entgegen früherer Pläne – auch noch über das Jahr 2019 hinaus geöffnet zu lassen. Von Fredy Dittgen

Der Kindergarten Buchschachen, den derzeit 53 Kinder besuchen, wird im nächsten Jahr nicht geschlossen, sondern über das Jahr 2019 hinaus weiterbetrieben. Und zwar so lange, bis eine Lösung der Riegelsberger Kindergartensituation durch einen Kita-Neubau oder durch die Erweiterung einer bestehenden Einrichtung gefunden ist. Das beschloss der Riegelsberger Gemeinderat am Montagabend einstimmig.


Bereits seit einigen Jahren sind Gemeindeverwaltung und Gemeinderat mit der Frage beschäftigt, wie man den hohen Bedarfszahlen im Krippen- und Regelbereich der Kindertagesstätten gerecht werden könnte. Durch den Neubau des Kinder- und Familienzentrums („Kifaz“) Ronnertswies und den Ausbau des Kindergartens St. Elisabeth ging man vor drei Jahren davon aus, eine Lösung des Problems gefunden zu haben. Da aber die Kinderzahlen in der Folge deutlich – und für die Verwaltung unerwartet – anstiegen und mehr Familien einen Regelplatz beantragten, als zur Verfügung standen, kam die Gemeinde in Zugzwang. Als erste Maßnahme nahm der Gemeinderat seinen ursprünglichen Beschluss zurück, den Kindergarten Buchschachen zu schließen. Stattdessen beschloss der Rat, dass der Kindergarten Buchschachen bis zum Jahre 2019 weiter betrieben werden soll – zunächst mit zwei und ab dem Jahr 2018 mit drei Gruppen.

In der Gemeinderatssitzung am Montagabend stellte die SPD den Antrag, den Kindergarten Buchschachen im nächsten Jahr nicht zu schließen. „Aktuelle Zahlen sagen, dass der Kindergarten auch über das Jahr 2019 hinaus weiter betrieben werden muss“, sagte SPD-Sprecher Frank Schmidt. Mit der Maßnahme den Kindergarten nicht zu schließen, würde man nicht nur die Bedenken und Ängste der Eltern ausräumen, sondern ihnen auch Planungssicherheit geben, betonte Frank Schmidt.



Alle anderen Gemeindeatsfraktionen stimmten dem Antrag ebenfalls zu. So sagte Stephan Müller-Kattwinkel (CDU): „Auf Grund der Kindergartensituation in Riegelsberg können wir keine Einrichtungen zu machen. Im Gegenteil.“ Müller-Kattwinkel und Birgit Huonker (SPD) nannten den SPD-Antrag jedoch „überflüssig“. So sagte Huonker: „Alle Fraktionen wissen, dass Buchschachen nicht zugemacht werden kann. Deshalb hätte es eines SPD-Antrags nicht bedurft.“

Es krachte: Im Gemeinderat war die Kita-Situation in Riegelsberg nochmals Thema, als es um das Einrichten einer „Kindergartenkommission“ ging – und dabei krachte es auch ordentlich zwischen den Fraktionen (Bericht folgt).

Noch 2016 musste an der Kita Buchschachen, wegen neuer Brandschutzrichtlinien, eine neue Fluchttreppe mit „Einhausung“ angebaut werden, die dann mit farbigen Kreisen etwas aufgehübscht wurde.
Noch 2016 musste an der Kita Buchschachen, wegen neuer Brandschutzrichtlinien, eine neue Fluchttreppe mit „Einhausung“ angebaut werden, die dann mit farbigen Kreisen etwas aufgehübscht wurde. FOTO: Iris Maria Maurer