Ein Stück USA in Heusweiler

Das erste „American- and Western Weekend“, veranstaltet vom Aktionsbündnis Heusweiler, lockte Besucher aus dem gesamten Land zum Marktplatz. Tanzgruppen und Ami-Schlitten waren echte Hingucker.

Auch die Herren Linedancer machen eine gute Figur.
Jürgen Steinebrey spricht mit Buick-Besitzer Heiko Born (rechts).

Gestern, 14 Uhr, auf dem Heusweiler Marktplatz: Acht chromblitzende amerikanische Straßenkreuzer rollen von der Trierer Straße her mit unverwechselbarem Motoren-Sound in gemächlichem Tempo zu ihren Standplätzen hinter den Hütten des Westernfestes. Jürgen Steinebrey vom Aktionsbündnis Heusweiler und Ideengeber des Westernfestes mit dem Namen "American- and Western Weekend" strahlte wie die Sonne, die nach verregnetem Vormittag die Szenerie beleuchtet. Sein erstes Fazit lautet: "Unser Fest ist ein Volltreffer, wie die Besucherscharen am Freitag, Samstag und heute beweisen. Ich bin glücklich, dass unsere Idee von den Leuten angenommen wird."

Doch noch ein genauerer Blick zu Plymouth, Buick und Mustang, die vor allem die männlichen Besucher in Erstaunen versetzen. Der Buick Spezial Coupé, Baujahr 1956, hat laut seinem Besitzer Heiko Born 5,6 Liter Hubraum in acht Zylindern, die 248 PS auf die Straße bringen. Zum Vergleich: In einem VW Käfer aus jenem Jahr tuckerte ein Boxermotor mit gerade mal 1,2 Liter Hubraum und 30 PS.

Ein junger Mann freute sich ganz besonders über die Ankunft der amerikanischen Autos: Er hatte nämlich bei einem Preisrätsel eine Mitfahrt in einem Ford Thunderbird gewonnen. Andere Besucher wiederum freuten sich über Fahrten mit der Pferdekutsche über Straßen, die sie sonst nur mit dem Auto befahren.

Während die Schau der Straßenkreuzer auf dem Programm stand, kamen die Line-Dancer aus Riegelsberg in ihren historischen Western-Kleidern als Überraschungsgäste. Wie Ortsvorsteher Gerhard Fisch schildert, hatten sie erst kurz vor dem Fest angefragt, ob ihr Besuch erwünscht sei. Klar, hatte der Mann vom Festkomitee geantwortet und damit für einen Höhepunkt und echten Hingucker gesorgt. Die Frauen und Männer in ihren originalgetreu geschneiderten Westernkleidern zogen schon beim Einmarsch mit dem Sternenbanner die Blicke auf sich. Der Beifall für ihre Line-Dance Vorführungen war ihnen sicher. Bereits am Samstag hatten Line-Dance Gruppen aus Pirmasens und Kaiserslautern für Aufsehen gesorgt. Am Samstagabend sorgte zudem die Musikgruppe Long Road für perfekte Unterhaltung zu Whisky, Chili con Carne oder Westernsteaks. Eröffnet wurde das Westernspektakel am Freitagabend durch den Präsidenten des Deutsch-Amerikanischen Instituts. Dr. Werner Kremp und den Heusweiler Bürgermeister Thomas Redelberger.