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Ein "Spielplatz" für alle GenerationenEin "Spielplatz" für alle Generationen

Ein "Spielplatz" für alle GenerationenEin "Spielplatz" für alle Generationen

Saarbrücken/Riegelsberg. Die Riegelsberger Ortsvorsteherin Monika Rommel macht sich für den Bau eines Generationenspielplatzes stark, auf dem es Trainingsgeräte für Senioren gibt. Generationenspielplätze gibt es in China und Japan in den Parks fast jeder größeren Stadt, und sie werden dort rege genutzt. In Europa und speziell in Deutschland sind sie weniger verbreitet

Saarbrücken/Riegelsberg. Die Riegelsberger Ortsvorsteherin Monika Rommel macht sich für den Bau eines Generationenspielplatzes stark, auf dem es Trainingsgeräte für Senioren gibt. Generationenspielplätze gibt es in China und Japan in den Parks fast jeder größeren Stadt, und sie werden dort rege genutzt.In Europa und speziell in Deutschland sind sie weniger verbreitet. Im Saarland gibt es nur in St. Wendel einen solchen Parcours. In Saarbrücken wurde darüber diskutiert. Wobei es in der Landeshauptstadt auch etliche skeptische Stimmen gibt. Und so wurde denn auch noch kein entsprechender "Spielplatz" gebaut. Damit das in Riegelsberg schneller klappt, stellte Rommel in der Ortsratssitzung ihre Idee vor. Während der Sommerpause habe das Gesundheitsministerium allen Ortsvorstehern den Förderwettbewerb "Ideen für Generationen" vorgestellt. Die Ortsvorsteherin hatte in St. Wendel von einem solchen Generationenspielplatz erfahren. Darunter darf man sich keinen Platz vorstellen, auf dem ältere Leute im Sandkasten auf einer Wippe sitzen: "Ein Generationenspielplatz ist ein Ort der Begegnung von Jung und Alt, er dient der Kommunikation, aber auch und insbesondere der Bewegung." Der Generationenspielplatz solle auf dem Gelände neben dem Kinderspielplatz, gegenüber dem Clubheim des 1. FC Riegelsberg, entstehen. Zu den Spielgeräten auf dem Kinderspielplatz soll ein Fitnessparcours für Senioren aufgebaut werden, der aus mindestens fünf Fitnessgeräten besteht. Diese Geräte würden nicht mit Gewichten betrieben, sondern sie seien so konstruiert, dass sie sich der Kraft und Ausdauer des Benutzers anpassen.

"Die Tatsache, dass sich gestandene Leute in freier Natur an Spielgeräten austoben, klingt für viele erst einmal ungewohnt. Doch warum nicht? So wie es für Kinder wichtig ist, motorische Fähigkeiten zu erlernen, so wichtig ist es für Senioren, sich diese zu erhalten und fit zu bleiben", betonte Rommel.

Der Generationenspielplatz bestünde dann aus dem Kinderspielplatz und dem "Senioren-Spielplatz", wie diese Plätze häufig genannt werden, was auch Kritik hervorruft. Der Platz läge in der Nähe zu Clubheim, Stadion, Fußballhartplatz, Multifunktionsspielfeld, Jugendzentrum, Schwimmbad und Wassertretbecken. Damit wäre er, so Rommel, nicht nur ein Ort, an dem man sich körperlich ertüchtigen kann, sondern auch ein Ort, an dem sich alle Generationen begegnen.

Da der Einsendeschluss für den Förderwettbewerb der 2. August war, hatte Monika Rommel in Absprache die Projekt-Bewerbung ohne Ortsratsbeschluss dem Ministerium vorgelegt. Der Beschluss sollte jetzt nachträglich gefasst werden. Doch die Jury des Ministeriums, die sich für zehn Projekte entscheiden muss, hatte bereits am 6. August getagt. "Leider fiel dabei das Riegelsberger Projekt nicht unter die zehn besten Ideen und ist somit auch nicht förderwürdig", so Rommel. Trotzdem bat sie die Fraktionen, mitzuteilen, ob das Projekt auch ohne Zuschüsse weiter verfolgt werden soll. Laut Rommel würde eine solche Anlage mit fünf Geräten etwa 25 000 Euro kosten.