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Neues Wohnen in Riegelsberg
Ein neues Wohngebiet für Riegelsberg

Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan.
Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan. FOTO: Ruppenthal
Riegelsberg. Die RAG Montan Immobilien GmbH will im Bereich Hahnenstraße auf sieben Hektar Mehr-, Einfamilien- und Reihenhäuser bauen. Von Fredy Dittgen

Die RAG Montan Immobilien GmbH investiert in diesem Jahr rund 20 Millionen Euro in Sanierungs- und Entwicklungsprojekte an verschiedenen Orten im Saarland – ein Teil davon auch in Riegelsberg. Das kündigte Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan, auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens in Ensdorf an.


Der größte Teil des Geldes wird in die Sanierung der ehemaligen Kokereifläche in Neunkirchen-Geisheck und der dazu gehörigen Bergehalde investiert. In Riegelsberg will das Unternehmen ein neues Wohngebiet im Bereich der Hahnenstraße entwickeln. Wie die RAG Montan Immobilien GmbH mitgeteilt hat, soll das von ihr zu erschließende Wohngebiet sieben Hektar groß sein und Grundstücke für Mehrfamilien-, Einfamilien- und Reihenhäuser bieten. Wird dieses Projekt verwirklicht, dann – davon geht man jedenfalls bei der RAG Montan aus – könnten sich vorwiegende junge Familien in Riegelsberg den Traum vom Eigenheim erfüllen. Um die Details des Projektes bekannter zu machen, soll es noch eine Bürger-Informationsveranstaltung geben.

Die Riegelsberger Grünen begrüßen dieses Vorhaben – allerdings mit Einschränkungen. Denn sie kündigten auch an, eine Zustimmung zu den Plänen im Gemeinderat unter anderem davon abhängig zu machen, dass für die derzeit noch landwirtschaftlich genutzte Fläche ökologische Ausgleichmaßnahmen geschaffen werden. Allerdings erfolgen bei solchen Bauprojekten in der Regel ohnehin an anderen Stellen ökologische Ausgleichsmaßnahmen.

Die Grünen regen an, als Ausgleich ein Wiesengelände in der Nähe, das im Besitz der RAG ist, in eine Waldfläche umzuwandeln.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Stephan Lehberger weist zudem darauf hin, dass – bei ohnehin schon knappen Kita-Plätzen – die Gemeinde durch das neue Wohngebiet weitere Kita-Plätze brauchen könnte. Auch die Betreuungsangebote am Nachmittag für Grundschüler und für die Schüler der Gemeinschaftsschule ließen zu wünschen übrig, An- und Neubauten seien notwendig, auch der Regionalverband sei hier in der Verantwortung (der Regionalverband ist für die Gebäude der weiterführenden Schulen zuständig).



Der Regionalverband hatte zuletzt bereits reagiert: Für die Leonardo-da-Vinci-Gemeinschaftsschule und die benachbarte Grundschule Lindenschule sollen in diesem Jahr die – mehrfach verschobenen – Arbeiten für einen gemeinsam nutzbaren Anbau beginnen (wir berichteten).