Ein Jahr auf 147 Seiten

Walpershofen. "Ohne die bisherigen Ausgaben schlecht reden zu wollen, muss ich sagen, dass diese Ausgabe die Beste ist, die es je gab", sagte Bürgermeister Klaus Häusle in der Kulturhalle bei der Vorstellung des Walpershofer Jahrbuches 2010. Zum siebten Mal hat der Verein Jahrbuch Walpershofen eine Ortschronik der besonderen Art herausgegeben

Walpershofen. "Ohne die bisherigen Ausgaben schlecht reden zu wollen, muss ich sagen, dass diese Ausgabe die Beste ist, die es je gab", sagte Bürgermeister Klaus Häusle in der Kulturhalle bei der Vorstellung des Walpershofer Jahrbuches 2010. Zum siebten Mal hat der Verein Jahrbuch Walpershofen eine Ortschronik der besonderen Art herausgegeben. Das Buch präsentiert auf 147, reich bebilderten Seiten Historisches und Aktuelles aus und über Walpershofen.

Viele Anekdoten

"Das Jahrbuch listet chronologisch die Ereignisse des letzten Jahres auf. Aber es zeigt auch Geschichte aus Walpershofen, und es ist auch ganz persönlich, denn es sind viele Anekdoten drin. Diese Mischung macht den Wert des Jahrbuches aus", fügte Häusle hinzu. Ortsvorsteher Werner Hund betonte: "Viele Dinge haben wir schon vergessen. Doch wenn wir dieses Buch in die Hand nehmen, erinnern wir uns wieder. Ich bin stolz, dass es hier Leute gibt, die die Geschichte Walpershofens aufarbeiten und vor dem Vergessen bewahren."

Helmut Lange, der Vorsitzende des Vereins Jahrbuch Walpershofen, stellte die neue Ausgabe vor, und Lehrerin Irmtraud Klein las einige Anekdoten aus dem Buch vor. Das Vorwort hat Pfarrer Edmund Hohls geschrieben, während Friedrich Sander in chronologischer Folge an alle Ereignisse des letzten Jahres erinnert. Die Kirchengemeinden und der Ortsrat berichten über Walpershofer Veranstaltungen, die Feuerwehr arbeitet ihr 100-jähriges Bestehen auf, und der Turnverein stellt sein Vereinsleben vor. Dazu Helmut Lange: "Das ist ein Lebenszeichen, das wir von den übrigen Walpershofer Vereinen schmerzlich vermissen."

Von Lange selbst stammt eine Abhandlung über die Walpershofer Mutzen- und Brotbäcker, während Manfred Diehl über Walpershofer Flurnamen informiert. Karl-Heinz Rau und Günter Darm würdigen das Wirken des im vergangenen Jahr verstorbenen Kommunalpolitikers und Knappschaftsältesten Helmut Melchior. Mit Bombenabwürfen und anderen Kriegsereignissen beschäftigen sich Helmut Lange, Manfred Diehl, Rüdiger Beres und Heinz Becker. Helmut Lange stellt Walpershofen vor 250 Jahren sowie das evangelische Schulhaus in der Herchenbacher Straße aus dem Jahre 1888 vor.

Schwerpunkt Saarbahn

Im Kontrast dazu hat sich Matthias Benzmüller mit der Gründung der katholischen Volksschule im Jahr 1889 beschäftigt. Schwerpunktthema des Jahrbuches 2010 ist die Saarbahn. Hierzu hat Manfred Diehl ein umfangreiches Bildarchiv zur Verfügung gestellt. Musikalisch umrahmt wurde die Buchvorstellung vom elfjährigen Nachwuchspianisten Sebastian Meyer.

Das Jahrbuch 2010 ist in einer Auflage von 330 Exemplaren erschienen. Erhältlich ist es zum Preis von sieben Euro im örtlichen Schreibwarenhandel. Weitere Informationen erteilt Helmut Lange unter Telefon (0 68 06) 76 43 oder per E-Mail: helmut.j.j.lange@gmx.de