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Diskussion über Ganztagsschule in Riegelsberg

Schülerzahlen steigen : Diskussion über Ganztagsschule in Riegelsberg

Nach einer Prognose steigen die Schülerzahlen in den nächsten Jahren und wohl auch der Bedarf an Nachmittagsbetreuung.

Die Schülerzahlen an den drei Riegelsberger Grundschulen werden bis zum Schuljahr 2023/2024 um fünf Prozent steigen. Das teilte Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) jetzt im Gemeinderatsausschuss für Kultur, Bildung, Sport, Jugend, Frauen, Familie und Soziales mit. Derzeit besuchen 453 Schüler die Grundschulen, im Schuljahr 2023/2024 werden es 473 sein. Dies sei sehr erfreulich, betonte Häusle, wies aber auf eine Begleiterscheinung hin: „Die Betreuungszahlen in der Freiwilligen Ganztagsschule (FGTS) steigen demzufolge auch, und das stellt uns vor ein Problem.“

Erweiterungen seien nicht an allen Standorten möglich. Doch sie seien notwendig, betonte Stephan Lehberger (Grüne). Er wies darauf hin, dass von den derzeit 453 Grundschülern 270 das Angebot der FGTS nutzen. Das seien fast 60 Prozent aller Grundschüler. Die Gemeinde müsse überlegen, ob die steigende Nachfrage nach einer Nachmittagsbetreuung allein mit dem Modell der FGTS befriedigt werden könne. Lehberger stellte deshalb den Antrag, an einer der drei Riegelsberger Grundschulen eine Gebundene Ganztagsschule (GGTS) einzurichten. SPD, AfD und Linke unterstützten den Antrag, die CDU war dagegen. Carmen Helfgen (CDU) erklärte, vor einer Entscheidung über die Einführung einer GGTS müsse unter anderem geklärt werden, ob an den Grundschulen eine „inklusive Beschulung“ möglich sei, also Behinderte und Nicht-Behinderte gemeinsam unterrichtet werden können und ob die Eltern Interesse an einer solchen Schulform haben. Eine Entscheidung muss nun der Gemeinderat treffen.