1. Saarland
  2. Saarbrücken
  3. Riegelsberg

Die saarländischen Ringer-Bundesligisten haben die Vorrunde beendet

Bundesliga : Mit einem Lächeln in die Ringer-Play-offs

KSV Köllerbach und KV Riegelsberg blicken nach ihrem Duell auf eine gelungene Vorrunde in der Bundesliga zurück.

Zum Abschluss der Vorrunde in der Ringer-Bundesliga Gruppe Südwest konnten sie noch einmal lachen: die Sportler und Verantwortlichen des KSV Köllerbach, weil die Auslosung der Play-offs ihnen lösbare Aufgaben bis zum Finale beschehrt hat. Zunächst geht es gegen den Dritten der Gruppe Nordwest, den ASV Witten, dann wartet der Sieger aus RSG Freiburg (Dritter im Südwesten) gegen SV Nackenheim (Zweiter Nordwest). „Wir werden wie immer jeden Gegner mit dem notwendigen Respekt und der notwendigen Sorgfalt angehen“, sagte der KSV-Mannschaftsverantwortliche Thomas Geid zur Auslosung, „aber es hätte zumindest nach der Papierform auch deutlich schwerer werden können.“

Aber auch beim KV Riegelsberg gab es viele strahlende Gesichter. Mit vier Saisonsiegen hat man das beste Ergebnis seit Zugehörigkeit zur höchsten Liga eingefahren und liegt als Sechster noch vor dem Lokalrivalen AC Heusweiler in der Tabelle. „Es hätte sogar noch besser laufen können, hatten wir doch gerade zu Beginn der Runde mit vielen Verletzungen zu kämpfen“, sagte Edgar Paulus, der sportliche Leiter beim KVR, „aber natürlich sind wir letzlich zufrieden. Wir haben gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft der Liga mitringen können – außer Adelhausen und Köllerbach.“

Der KSV war am Samstag nicht mit Bestbesetzung in die Riegelsberghalle gekommen. Nachdem Motaleb Giesen in der Klasse bis 57 Kilo griechisch-römisch gegen Giovanni Comparetto mit 20:7 nach Punkten, Asadula Ibragimov gegen Benedikt Hass (130 Kilo Freistil) mit 15:0 technisch überlegen und Serhat Devici (98 Kilo Greco) Kilian Schäfer auf Schulter besiegen konnten, lagen die Hausherren zur Pause 11:7 vorne – was so manchen der 350 Zuschauer zu Erinnerungsfotos verleitete. Nach der Pause punkteten dann aber nur noch die Gäste. Eine ganz starke Leistung zeigte dabei Marc-Antonio von Tugginer in der Klasse bis 80 Kilo gr.-röm. Sein Gegner Lucas Rosport ist zwar neun Jahre jünger, aber auch sieben Kilo schwerer als der Köllerbacher, der den Riegelsberger nach einer angeordneten Bodenlage aber zu greifen bekam und gleich zweimal durchdrehte – das reichte zum 5:2-Erfolg. „Manchmal muss sich die Routine ja dann auszahlen“, sagte der 26-jährige „Toni“.

Toll anzusehen war auch der letzte Kampf des Abends zwischen den Routiniers Georgiy Zlatov für den KVR und Andrij Shyyka für den KSV. Nach sechs aufregenden Kampfminuten mit zwölf technischen Wertungen hatte Shyyka mit 9:5 das bessere Ende für sich. Wie der KSV, der mit dem 23:11 im 14. Vorrundenkampf den 14. Sieg feierte.

 Riegelsbergs Trainer Edgar Paulus nach einer Schokokuss-Attacke
Riegelsbergs Trainer Edgar Paulus nach einer Schokokuss-Attacke Foto: Andreas Schlichter

Keinen versöhnlichen Abschluss gab es dagegen für den AC Heusweiler. Mit erheblichen Verletzungsproblemen und nur neun Sportlern angereist, stand man beim 6:26 beim ASV Urloffen auf verlorenem Posten. In der Abschlusstabelle ist Köllerbach Erster, der ASV Hüttigweiler Vierter und Heusweiler nur Vorletzter.