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Die Riesen unter den Gänsen gibt es kaum noch in Deutschland

Die Riesen unter den Gänsen gibt es kaum noch in Deutschland

Emdener Gänse sind die größten und schwersten deutschen Gänse: Der Ganter wird bis zu einem Meter hoch und wiegt elf bis zwölf Kilo. Genau dies ist das Problem: Eine Emdener Gans ist zu groß für eine Mahlzeit.

Da sie ihr Schlachtgewicht auch erst nach einem Jahr erreichen (Mastgänse sind bereits nach sechs Monaten schlachtreif), wird diese Rasse kaum noch gehalten. Zurzeit werden deutschlandweit nur noch 91 männliche und 159 weibliche Emdener Gänse gezählt.

Einige davon leben im Köllertal, bei Walter Balzert in Walpershofen . "Ich wollte mir 2010 Gänse anschaffen und habe dann auf der Roten Liste die Emdener Gänse entdeckt. Bei einem Züchter in Mömbris habe ich drei Weibchen und einen Ganter erstanden, und seitdem züchte ich sie und gebe sie auch an interessierte Züchter ab. Außerdem müssen sie ja auch größenmäßig zu mir passen", sagt der 1,97 Meter große Walter Balzert lachend. Seine Gänse weiden nun das Gras am Köllerbach ab, zusätzlich gibt es Hafer und Brot. Bis zu 50 Eier legt eine Gans im Frühjahr, die dann auch zum Teil im Brutkasten ausgebrütet werden.

Balzert möchte das Gänseprojekt gerne in das Gesamtprojekt "Naturnahes Köllertal" integrieren. Und wenn er noch Unterstützung fände, "würde ich gerne auch bayerische und fränkische Landgänse halten, die ebenfalls vom Aussterben bedroht sind", erklärt Balzert, der auch Mitglied im Kleintierzuchtverein Walpershofen ist.